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Die aktuelle Pressemitteilung / -einladung:
Pressemitteilung
Campact protestiert mit „Hühner-Ballett“ gegen Massentierhaltung/ Bereits 120.000 Unterschriften für Baugesetz-Änderung, durch die Gemeinden Megaställe verbieten könnten/ „Aigner darf Ramsauers Gesetzentwurf nicht völlig verwässern!“
Berlin, 15.02.2012. In den nächsten Tagen wollen Agrarministerin Aigner und Bauminister Ramsauer darüber entscheiden, ob Gemeinden künftig durch eine Novellierung des Baugesetzes den Bau von Megaställen verbieten dürfen. Anlässlich der Sitzung des Bundeskabinetts demonstrierten daher vor dem Kanzleramt in Berlin Tierschützer gegen Massentierhaltung in „Megaställen“. Als Hühner verkleidete Demonstranten wurden von einer Person mit Aigner-Maske in einen Hühnerkäfig gepfercht. Lautstark forderten viele Demonstranten um sie herum ein Ende der Tierquälerei. Eine Person mit Ramsauer-Maske befreite die „Hühner“ schließlich, die sich mit einem „Hühnerballett“ bedankten.
„Überall in Deutschland kämpfen Bürger gegen den Bau von Megaställen, in denen zehntausende von Hühnern oder Schweinen auf engstem Raum gequält werden. Durch die Änderung des Baurechts hätten Gemeinden endlich eine rechtliche Möglichkeit, den Bau von Tierfabriken zu verbieten“, sagte Astrid Goltz von Campact. „Doch Frau Aigner will diesen Gesetzesvorschlag völlig verwässern. Nach unseren Informationen will sie es den Bundesländern lediglich freistellen, ob sie es Gemeinden ermöglichen, Tierfabriken bei sich zu verbieten. Gerade in jenen Bundesländern, in denen besonders viele Megaställe geplant sind, ist dies kaum zu erwarten. Frau Aigner redet zwar viel vom Tierschutz, aber wenn es ernst wird, vertritt sie vor allem die Interessen der Agrarindustrie.“
Bereits rund 120.000 Menschen haben im Internet mit einem Appell Aigner aufgefordert, „den Worten endlich Taten folgen zu lassen“ und den Gesetzesvorschlag aus dem Bauministerium nicht zu blockieren (http://www.megastaelle-stoppen.de). Der Online-Appell von Campact wird von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), dem Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung „Pro Vieh“, der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und dem Bündnis „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ unterstützt.
Pressekontakt:
Astrid Goltz, Campaignerin Campact e.V., mobil 01522-2888-799
Yves Venedey, Pressesprecher Campact e.V., 0151 268 468 93, presse@campact.de
Pressemitteilung
VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, entwicklungspolitische Gruppen, Bäuerinnen und Bauern fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie/Bundesregierung soll Zukunft der Landwirtschaft sichern
Berlin, 21.01.2012 | 23000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert. VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit.
Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, dem internationalen Umweltnetzwerk des BUND, mahnte: „Die Politik hat schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel erst möglich gemacht. Gleichzeitig ist sie für den Landraub für Futtermittel und Agrosprit in den Ländern des Südens verantwortlich. Das alles treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die Europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von Überproduktion und Fleischexporten.“
Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: „Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden - dies ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, dass endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft."
Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: „Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF musste ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das obwohl die agrarindustriellen Strukturen Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben verschärft. Die EU-Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.“
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest: „Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute der Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie VerbraucherInnen. Daher braucht es den Schulterschluss gesellschaftlicher Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik-Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft.“
Presse-Team:
Jochen Fritz, Kampagne „Meine Landwirtschaft“, Mobil: 0171-8229719, fritz@meine-landwirtschaft.de
Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: Mobil: 0175-7263779, reinhild.benning@bund.net
Yves Venedey, Campact e.V. - Pressesprecher, Mobil: 01512 6846893, venedey@campact.de
Bilder und weitere Informationen:
Pressemitteilung des Bündnisses "Meine Landwirtschaft"
„Wir haben es satt!“-Demonstration fordert: EU-Agrarreform als Chance zum Systemwechsel nutzen
Berlin 16.01.2012 | Im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ rufen über 90 Organisationen dazu auf, am 21. Januar für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. Ihr Motto: „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. Die Umwelt-, Bauern-, Verbraucher- und Tierschutzorganisationen vermelden aktuell 80 Busse, die zum Beginn der Grünen Woche mit Demonstrantinnen und Demonstranten aus ganz Deutschland nach Berlin rollen.
Der letzte Antibiotika-Skandal, zunehmende Hungerkatastrophen wegen nicht eingedämmter Spekulationen mit Lebensmitteln und alarmierendes Artensterben aufgrund der zunehmenden Monokulturen auf den Feldern zeigen deutlich die Risiken der industriellen Lebensmittelproduktion für Mensch, Tier und Umwelt auf. Nur eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft ist zukunftsfähig, ein Richtungswechsel der Agrarpolitik mehr als überfällig. Nur ein Systemwechsel in der Landwirtschaft kann Verbraucherschutz gewährleisten und die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Hungerbekämpfung und des Artenrückgangs lösen.
Die bevorstehende Reform der EU-Agrarpolitik bietet einmal mehr die Chance, diesen Systemwechsel einzuleiten. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerin Ilse Aigner machen sich mit ihrer Blockadepolitik zum Handlanger der Agrarindustrie, kritisierten die Organisatoren der Demonstration.
„Der Antibiotika-Skandal ist nur der Gipfel des Eisbergs. Er zeigt uns, nach der Dioxin-Krise 2011, dass die industrialisierte Landwirtschaft Risiken für Mensch, Tier, Umwelt und Klima birgt“, so Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund.
„Bis zu sechs Antibiotika-Gaben während der kurzen, nur 35-tägigen Mast eines Hühnchens zeigen, dass das System Massentierhaltung nicht funktioniert. Ein Hühnchen auf der Fläche eines Papiertaschentuches zu mästen, muss ein Ende haben. Das 21. Jahrhundert braucht eine zukunftsfähige Tierhaltung, die auch ethisch zu vertreten ist“, fordert Rupert Ebner, Tierarzt und Vorstand von Slowfood Deutschland.
Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sagt: „Verbraucherschutzministerin Aigner muss endlich Schluss machen mit der Politik der leeren Versprechungen. Es ist jetzt notwendig, die Risiken der Agrarindustrie an der Wurzel zu packen. Wir brauchen ein klares Reduktionsziel für Antibiotika in der Tierhaltung – wie in den Niederlanden. Wir brauchen bundesweit Transparenz beim Einsatz von Medikamenten, um Missbrauch endlich vorzubeugen – was in Dänemark bereits der Fall ist. Mit ihrem letzten Gesetzentwurf kommt Aigner ihrer Verantwortung nicht nach. Ohne einen Richtungswechsel in der Agrarpolitik werden die Risiken der Massentierhaltung noch zunehmen.“
Martin Morisse vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) mahnt: Öffentliche Gelder müssen für Leistungen an die Gesellschaft gezahlt werden und nicht der Agrarindustrie die Taschen füllen. Diese Chance muss die Bundesregierung nutzen und nicht weiter jegliche Reform der EU-Agrarpolitik blockieren.“
Stig Tanzmann vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) erklärt: „Ob die Bundesregierung glaubwürdig den Hunger in der Welt verringern will, werden wir daran messen, ob Aigner die angekündigte Proteinstrategie umsetzt und heimische Eiweißfuttermittel mit politischen Mitteln etabliert. Solange für Massentierhaltung hierzulande rund sechs Millionen Tonnen Soja aus Ländern des Südens importiert werden und Dumping-Exporte aus Deutschland nach Afrika gelangen, bedient die Bundesregierung einseitig die Agrarindustrie.“
„Nur eine demokratischere und bäuerliche Landwirtschaftspolitik wird diesen Zielen gerecht. Deswegen fordern wir alle auf, am 21. Januar 2012 mit uns auf die Straße zu gehen“, motiviert Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf zum Mitmachen. „Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel, um die wissenschaftlich erarbeiteten Forderungen des Weltagrarberichtes umzusetzen. Für eine bäuerliche Zukunft! Für Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Auf nach Berlin!“, so Graefe zu Baringdorf weiter.
Kontakt:
Jochen Fritz, Leitung Demonstrationsbüro, Mobil: 0171-822 97 19, fritz@meine-landwirtschaft.de
Reinhild Benning, Agrarexpertin des Bund für Umwelt u. Naturschutz Deutschland (BUND), Mobil: 0175-72 63 779, reinhild.benning(at)bund.net
Die Kampagne "Meine Landwirtschaft" ist eine von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit getragene Initiative, die sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik engagiert. Ziel ist es mit der EU-Agrarreform 2013 einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen, sozialen und bäuerlichen Landwirtschaft einzuleiten. Zum Auftakt der Kampagne im Jahr 2011, der ersten "Wir haben es satt!"- Demonstration, kamen 22 000 TeilnehmerInnen.
Pressemitteilung
Campact und das Bündnis „Meine Landwirtschaft" demonstrierten in Suhl mit Pappkühen, Schildern und Traktoren für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft
Suhl, 27.10.2011. Während die Agrarminister im Ringberghotel tagten, demonstrierten vor der Türe Bürger/innen für eine ökologische und soziale Landwirtschaftspolitik. Eine Darstellerin mit einer Maske von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) verfütterte Geldbündel an Pappkühe, die halb wie Kühe und halb wie Industriefabriken aussahen. Daneben forderten Aktive des Kampagnennetzwerkes Campact und des Bündnisses „Meine Landwirtschaft“ mit Schildern und Transparenten „Agrarfabriken nicht länger zu mästen“. Auch Bauern nahmen mit mehreren Traktoren an der Protestaktion teil. Auch sie forderten „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“.
„Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner blockiert den Vorschlag der EU-Kommission, die Agrarsubventionen künftig an ökologische und soziale Kriterien zu binden und die Subventionen für Großbetriebe zu deckeln“, sagte Astrid Goltz von Campact. „Frau Aigner vertritt die Interessen der Agrarindustrie und nicht die der Bauern und der Verbraucher. Sie will die Agrarfabriken weiter mästen, statt die bäuerliche Landwirtschaft zu fördern. Die von Agrarkomissar Dacian Ciolos geforderte Ökologisierung der Landwirtschaft lehnt sie ab. Dagegen richtet sich unser Protest.“
"Frau Aigner bekommt in Suhl Gegenwind von ihrer eigenen CSU. Denn die Bayern sind dafür, dass das eine Prozent der agrarindustriellen Betriebe mit den höchsten Gewinnen in Deutschland künftig keine EU-Subventionen mehr einstreichen darf. Bisher gehen ein Drittel der Steuergelder für die Landwirtschaft in der EU an die 1,5 Prozent der größten Betriebe", so Jochen Fritz von der Kampagne Meine Landwirtschaft. „Ein Systemwechsel, hin zu einer zukunftsfähigen und bäuerlichen Landwirtschaft ist unumgänglich. Der Glaube daran, dass die „Industrielle Landwirtschaft“ in Zukunft bis zu 9 Milliarden Menschen ernährt ist wissenschaftlich längst widerlegt.“
Über 50.000 Menschen haben bereits im Internet an Aigner appelliert, die Reform der EU-Agrarpolitik nicht länger zu blockieren. Die Unterzeichner/innen fordern, neben der Koppelung der Agrarsubventionen an die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien und einer Subventionsobergrenze für Großbetriebe, auch ein Verbot von Dumpingexporten. Zudem sollten Exportsubventionen in die Länder des Südens gestrichen werden, da sie den Kleinbauern dort die Lebensgrundlage zerstörten. Die Demonstranten versuchten die Unterschriften in Suhl an die Bundeslandwirtschaftsministerin zu übergeben.
Gemeinsame Pressemitteilung von AbL, BUND und Campact e.V.
Breites Bündnis fordert Wende in der Landwirtschaftspolitik
Berlin, 22.01.2011. Unter dem Motto "Wir haben es satt - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" haben heute in Berlin rund 22.000 Teilnehmer für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Mit 60 Bussen, Zügen und über 50 Traktoren waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Getragen wurde die Veranstaltung von 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik, sowie von Eine-Welt-Gruppen. Anlass der Demonstration ist die von der Bundesregierung ausgerichtete Agrarwirtschaftskonferenz, die heute auf der "Grünen Woche" in Berlin beginnt.
Auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde als Konsequenz aus dem Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen gefordert, Bundesregierung und EU sollten statt Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft fördern. "Der aktuelle Dioxin-Skandal macht den Reformstau in der Landwirtschaftspolitik schlagartig deutlich", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in seiner Rede. "Die Bundesregierung muss endlich begreifen, dass sie bei Fortsetzung ihrer Blockadepolitik gegen eine nachhaltige und gerechte Agrarreform in Europa schon beim nächsten Lebensmittelskandal wieder ins Schlingern gerät. Die Gesellschaft fordert die Durchsetzung einer artgerechten Tierhaltung, die Abkehr vom Irrweg der Gentechnik und die Umlenkung der Subventionen weg von der Agrarindustrie hin zur bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft", sagte Weiger.
Maria Heubuch, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sagte: "Massentierhaltung und Gentechnik sind eine gefährliche Sackgasse für die Bauern und ein erhöhtes Risiko für die Verbraucher. Agrarfabriken gehören verboten und nicht weiter mit Steuergeldern subventioniert. Tiergerechte Haltung und Fütterung mit einheimischem Getreide und Eiweißfutter ohne Gentechnik - das ist unsere Zukunft!"
Für die Veranstalter erklärte Campact-Geschäftsführer Felix Kolb: "Der heutige Protest zeigt: Die Bevölkerung will ein Ende der industriehörigen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik. Strengere Lebensmittelkontrollen alleine reichen nicht aus. Wir brauchen eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik. Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss eine echte EU Agrarreform und den Ausstieg aus der Massentierhaltung voranbringen anstatt beides zu bremsen."
Besonderen Beifall erhielt die Rede des alternativen Nobelpreisträgers Nnimmo Bassey aus Nigeria, Vorsitzender der internationalen Umweltorganisation Friends of the Earth (Freunde der Erde). Die Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik seien für die Entwicklungsländer verheerend, sagte er, der weltweite Protest der Zivilbevölkerung gegen Gentechnik, Agrarfabriken und Dumping-Exporte für die Ernährungssicherheit der Welt dringend notwendig.
Weitere Informationen: http://www.wir-haben-es-satt.de
Pressekontakte:
Reinhild Benning, Leiterin Agrarpolitik des BUND,
reinhild.benning@bund.net, Mobil: 0175-7263779
Felix Kolb, Campact-Geschäftsführer, kolb@campact.de, Mobil: 0178-7717551
Jochen Fritz, AbL, info@wir-haben-es-satt.de, Mobil: 0171-8229719
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