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Über 200 Menschen beim Flashmob in Hamburg

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Weit mehr als 200 Menschen beteiligten sich heute am frühen Abend an unserem Flashmob bei der CDU-Wahlkampfveranstaltung mit Angela Merkel in Hamburg. So viele, dass es am Ende nicht einmal für alle eines unserer Anti-Atom-Plakate gab. Die vielen Aktiven sowie viele Spaziergänger ließen bereits unseren Treffpunkt wie eine eigene Versammlung erscheinen, und dass obwohl sich einzelne Aktive und kleine Grüppchen schon frühzeitig in Richtung Gänsemarkt bewegten. Offenbar aufgrund der schieren Menge an Interessierten machten uns die örtlichen Polizeikräfte frühzeitig darauf aufmerksam, dass das Ausführen von Straftaten nicht erlaubt sei. Wir verwiesen auf unser Anliegen der friedlichen Meinungsäußerung mittels Plakaten, welchem stattgegeben wurde.

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Als die letzten von uns um kurz vor Sieben am Gänsemarkt eintrafen erwarteten uns hunderte wenn nicht sogar einige tausend Menschen. Viele von ihnen hielten die Anti-Atom-Sonne, Plakate zum Atomausstieg und Banner mit weiteren kritischen Kommentaren in die Höhe. Auf den eigentlichen Veranstaltungsplatz zu gelangen war zu diesem Zeitpunkt bereits unmöglich, zumal ein großer Bereich vor der Bühne nur Parteimitgliedern zugänglich war. Der Auftritt der Bundeskanzlerin verzögerte sich noch, stattdessen lief ein Video mit Ausschnitten der bisherigen CDU-Kanzler und zwischendurch spielte eine ABBA-Cover-Band routiniert bekannte Melodien. Als Frau Merkel die Bühne betrat, waren auch schon die ersten ‚Schwarzgelb – Juhuu’-Plakate zu sehen, was eigentlich in diesem Moment noch nicht vorgesehen war. Anscheinend konnte ein/e Aktivist/in die Spannung nicht länger ertragen, was andere Teilnehmer (wie abgesprochen) als Zeichen sahen, ihre eigenen Plakate zu entfalten.

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Noch zusätzlich angefeuert durch den gleichzeitig stattfindenden ‚Merkel kommt & alle rufen yeah’-Flashmob verselbständigte sich unsere Aktion zu den ersten Worten der Kanzlerin und nicht – wie geplant – auf unser Zeichen. Rund um den großen und etwas unübersichtlichen Platz waren unsere 200 Anti-Atom-Plakate für mehrere Minuten unübersehbar. Kurz darauf leerten sich die äußeren Reihen um den Platz dann merklich, als die Campact-Aktiven den Platz verließen. Im Anschluss fielen sogar die vielen Wahlkampf-Marketingartikel der CDU ins Auge, die zuvor von unserem Protest verdeckt waren. Der ‚Yeah!’-Flashmob begleitete nun beinahe jeden Satz der Kanzlerin mit ironischem Jubel und erzeugte eine Geräuschkulisse fast wie in einem Fußballstadion.

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