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auf aktuelle politische Entscheidungen.

Über 50 Anti-Atom-Flashmobber bei Guttenberg in München

Samstag, 26. September, ein Tag bis zur Bundestagswahl. Der Marienplatz füllt sich, denn gleich um 11 Uhr beginnt die Abschlussveranstaltung zum Bundestagswahlkampf der CSU. Derweil treffen am Nahe gelegenen Rindermarktbrunnen Menschen ein, die nicht gekommen sind, um Seehofer, Aigner und von Guttenberg zuzujubeln. Hier werden die zusammengefalteten Anti-Atom-Plakate und noch ein paar Aufgaben verteilt, während einige Polizisten das Ganze argwöhnisch beobachten. Aber nachdem ein Aktiver mit ihnen geredet hat, können sich die über 50 Menschen in kleinen Gruppen aufmachen, um sich unter das Publikum auf dem Platz vor dem Rathaus zu mischen.

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Vor der Bühne gibt es einen abgesperrten Bereich, in den man wohl nur als verdientes Partei-Mitglied Einlass findet. Aber auch in der sonstigen Zuschauermenge sieht man viele weißblaue CSU-Fahnen. So ist es eine besondere Leistung der Campact-Aktiven bis 12:45 Uhr in der Menge auszuharren, bis die Rede von Guttenberg beginnt. Dass da manche etwas nervös sind und der Start der Aktion etwas unkoordiniert abläuft, ist verständlich. Aber als die ersten Plakate in die Höhe gehen, dauert es nicht lange, bis alle anderen Aktiven reagieren und die schwarzgelben Anti-Atom-Plakate neben dem Weißblau ein deutliches optisches Zeichen setzen.

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Zu Guttenberg ist hier in München allerdings nicht mehr so darum bemüht, wie ein toleranter Demokrat zu wirken, wie in Osnabrück oder Hannover. Vielleicht will er sich vor seinen „kernigen“ Parteikollegen keine Blöße geben und hatte sich wohl vorher schon einen Text zurecht gelegt. Beispielsweise moniert er Geschrei, obwohl niemand von den Aktiven laut geworden ist. Oder er probiert, den Menschen Dialogfähigkeit abzusprechen, obwohl die Union ja das Thema Atomkraft aus dem Wahlkampf raushalten wollte und versucht mit Worten wie „Leistungsträger“ und „früh aufstehen“ Stimmung zu machen. Daran sieht man, dass der Wirtschaftsminister auch mehrere Gesichter hat und nicht immer der wohlerzogene Gentleman ist, den er so gerne zum Besten gibt. Für uns ist sein Verhalten jedoch ein gutes Zeichen dafür, dass unser Protest vor Ort so deutlich ist, dass er nicht einfach darüber hinweg gehen kann.

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Die Aktiven trafen sich nach der Aktion noch einmal am Rindermarktbrunnen und waren insgesamt sehr zufrieden mit dem gelungenen Flashmob. Etwas „Manöverkritik“ gab es für das leichte Chaos beim Start der Aktion. Dies war wahrscheinlich der Unübersichtlichkeit auf dem Platz geschuldet. Silvia von Greencity, die recht spontan vor Ort geholfen hatte (eine andere Aktive war leider krank geworden), bedankte sich noch im Namen von Campact und wies noch auf den am 17. Oktober stattfindenden Carrotmob statt.

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