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PRESSEMITTEILUNG

„Merkel und die Atombosse treiben ein gefährliches Spiel“

Rund 200 Atomkraftgegner zeigen Merkel und den Atomkonzernen die Rote Karte / “Todespoker“ auf Atommüllfässern / „Kein Einknicken bei der Brennelementesteuer“

Berlin, 23.06.2010. Während sich Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit den Chefs der vier Atomkonzerne RWE, Eon, ENBW und Vattenfall traf, demonstrierten heute rund 200 Atomkraftgegner vor dem Kanzleramt gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Eine Merkel-Darstellerin spielte auf Atommüllfässern mit den Konzernbossen in Skelettkostümen Poker, während Ihnen Bürger „Rote Karten“ zeigten und sie auspfiffen. Zu der Protestaktion hatte das Kampagnennetzwerk Campact und die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt kurzfristig aufgerufen.

„Merkel und die Atombosse treiben ein gefährliches Spiel mit der Sicherheit der Menschen – nur um den Atomkonzernen immense Zusatzprofite zu verschaffen. Wir zeigen dieser Klientelpolitik die Rote Karte“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. „Längere Laufzeiten für die alternden Schrottreaktoren erhöhen das Risiko eines Super-GAUs und lassen den Atommüllberg weiter wachsen. Die Menschen im Lande wollen keine Laufzeitverlängerung, sondern Laufzeitverkürzung – und zwar jetzt.“

Gleichzeitig forderten die Organisationen die Regierung auf, an der Einführung einer Brennelementesteuer im Rahmen des Sparpakets festzuhalten. „Es muss endlich Schluss sein mit den immensen Subventionen für die Atomkonzerne. Mit der geplanten Brennelementesteuer müssten die Unternehmen endlich zumindest für einen kleinen Teil der gesellschaftlichen Folgekosten der Atomkraft zahlen. Jetzt darf die Regierung vor der Lobbymacht der Atombranche nicht einknicken, sondern muss an der Steuer festhalten – unabhängig davon ob AKW-Laufzeiten verlängert werden oder nicht.“

Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact: Tel. 04231 / 957 445, mobil 0163 / 595 75 93 www.campact.de

Jochen Stay, Sprecher .ausgestrahlt: mobil 0170 / 935 87 59 www.ausgestrahlt.de

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