Nimm mit 606.594 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Viel hat sich bewegt, im ersten Halbjahr 2011. Nach dem erschütternden Reaktorunglück im japanischen Fukushima legte die schwarz-gelbe Bundesregierung eine Kehrtwende hin und kassierte die Laufzeitverlängerungen vom Herbst 2010 wieder ein. Außerdem werden sieben bis acht der ältesten und pannenanfälligsten Meiler sofort stillgelegt - ein großer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung, die in den letzten Wochen und Monaten überall für einen schnellen Atomausstieg gestritten hat!
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt und sich "Ausstieg" nennt: Der Großteil der restlichen neun Meiler bleibt bis 2021/2022 am Netz. Ein konsequenter Atomausstieg sieht anders aus!
Unten finden Sie eine Zusammenstellung der Aktionen, die wir im ersten Halbjahr 2011 organisiert oder an denen wir beteiligt waren. Wir bleiben natürlich auch weiterhin am Ball!
Auf 15 Metern war heute vor dem Bundestag zu lesen: „Atomkraft abschalten!“ Gut 100 Demonstrant/innen entrollten unser großes Transparent kurz vor Beginn der Bundestagsdebatte um die Novelle des Atomgesetzes. Viele hielten Schilder mit Namen der Orte hoch, wo der Konflikt um die Atomkraft auch nach dem heutigen Ausstiegsbeschluss weitergehen wird.
Schon auf dem Weg zur Bundesdelegiertenkonferenz mussten sich die Grünen entscheiden: Schwarz-gelber Atomausstieg ja oder nein? Zwei große Tore - das eine mit Atommüllfässern, das zweite mit Anti-Atom-Fahnen geschmückt - symbolisierten die Entscheidung. Viele gingen durch das "Nein"-Tor, durch das "Ja"-Tor traute sich fast niemand - aber viele gingen auch außen herum. Aber alle bekamen auf ihrem Weg den offenen Brief der Anti-Atom-Initiativen in die Hand gedrückt. Am Ende folgte eine knappe Mehrheit der Delegierten ihrer Parteiführung. Doch durch Änderungsanträge von der Grünen-Basis wurde der Beschluss deutlich verbessert. Man wolle das letzte AKW "schon deutlich vor 2022" abschalten, beschloss der Parteitag.
Heute war der Tag der Entscheidungen – und unser Protest noch einmal gefragt: Am Morgen protestierten wir mit vielen Menschen vor dem Bundeskanzleramt, bevor das Bundeskabinett zur Entscheidung über den Atomausstieg zusammen trat. Viele Medien waren vor Ort.
Am späten Nachmittag übergaben wir dann unseren Bürger-Appell an SPD und Grüne. Sie dürfen den unzureichenden Ausstiegsplänen der Regierung nicht ihren Segen erteilen!
Nach der Entscheidung des Bundeskabinetts protestierten 64583 Menschen mit einer Email-Welle gegen Merkels Atom-Mogelpackung und kündigten weitere Proteste an. Die Unterschriften übergaben wir auch der SPD und Bündnis 90/Grünen und forderten sie auf, dem schwarz-gelben Atomausstieg im Schneckentempo nicht zuzustimmen.
Atomausstieg bis 2022? Zu spät! Mit einer Aktion vor dem Kanzleramt erinnerten wir an die Risiken der „Zeitbombe Atomkraft“: Eine als Bombe gestaltete AKW-Attrappe, verbunden mit einer großen, tickenden Uhr, wurde von Campact-Aktiven entschärft. Zum Abschluss gab es ein "Weckerkonzert" für die Kanzlerin: 10 Jahre Risiko sind zuviel! Wir wollen raus aus der Atomkraft, jetzt und ohne Hintertürchen!
Was für ein Erfolg: In über 20 Städten gingen heute mehr als 160.000 Menschen gegen Atomkraft auf die Straße. Ein starkes Zeichen, an dem Kanzlerin Merkel nicht vorbei kann, wenn sie nächste Woche über die Atomkraft entscheidet. Abschalten: Jetzt und endgültig!
Lesen Sie unseren Blogbeitrag!
Wunderschönes Sommerwetter, viele Fotografen und Fernsehteams - auch unsere große Ballonaktion am AKW Unterweser/Esenshamm war ein voller Erfolg. Schauen Sie sich die Bilder in unserem Aktionstagebuch von den Aktionen am AKW Gundremmingen und am AKW Unterweser/Esenshamm an und verfolgen Sie den Flug der 10.000 Ballons - und damit mögliche "radioaktive Wolken" nach einem schweren Störfall - auf ihrem Weg durch Nord- und Süddeutschland.
Campact-Aktive organisieren vom 16.-21.05. öffentliche Diskussionen mit ihren MdBs von Union und FDP zur Zukunft der Atomkraft. Der Lobby der Konzerne stellen wir die Bürgerlobby für die Energiewende entgegen.
Diskutieren Sie mit!
Es war ein Tag der energiepolitischen Debatten: Am Morgen tagten die Fachausschüsse für Wirtschaft und Umwelt von CDU/CSU, am Nachmittag wurden auch die Kreisvorsitzenden der Union hinzugeladen.
Vor der Tür machten wir Tauziehen mit einer Brüderle-Puppe – und diskutierten mit dem "echten" Minister Röttgen.
Mehr als 120.000 Menschen gingen am 25. April auf die Straße, um an die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima zu erinnern. Sie forderten: AKWs endlich abschalten! Am AKW Grohnde demonstrierten 20.000, am AKW Krümmel 17.000 und an den AKWs Grafenrheinfeld und Biblis jeweils 15.000 Menschen. Weitere Großdemonstrationen fanden am Schacht Konrad, an den AKWs Brunsbüttel, Esenshamm, Gundremmingen, Neckarwestheim und Philippsburg sowie in Gronau und Lubmin statt.
Als sich die Kanzlerin am heutigen Freitag, den 15. April, mit den Ministerpräsidenten über die Atompolitik beriet, forderten wir mit hunderten Menschen vor der Tür: AKWs abschalten! Mit einem AKW-Domino brachten wir die Energiewende ins Rollen. Lesen Sie unseren Blogbeitrag!
Heute gingen in vier Städten - Berlin, Hamburg, Köln und München - insgesamt 250.000 Menschen gegen Atomkraft auf die Straße. Sie forderten von der Bundesregierung verbindliche Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima: Atomkraft abschalten - jetzt und endgültig! Lesen Sie unseren Blogbeitrag und schauen Sie unseren Demo-Film!
Am Samstag, den 19.3., schalteten wir halbseitige Anzeigen in der Frankfurter Rundschau, der Süddeutschen Zeitung und der taz. Wir baten darin die Leserinnen und Leser, den Appell an Frau Merkel auch zu unterzeichnen.
318402 Menschen unterschrieben nach der Reaktorkatastrophe für einen endgültigen Atomausstieg - unser bislang erfolgreichster Appell. Sie forderten Kanzlerin Merkel auf, Konseqenzen aus Fukushima zu ziehen und die Atokraftwerke jetzt und endgültig abzuschalten.
Am Dienstag, den 22. März, traf sich Kanzlerin Merkel erneut mit den Ministerpräsidenten der Atomländer und den zuständigen Ministern. Auch wir waren vor Ort und forderten mit schwarzen Plakaten "Abschalten: Jetzt und endgültig!". Schauen Sie sich die Diashow an!
Am Dienstag, den 15. März, traf sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Atomländer und den zuständigen Ministern. Auch wir waren mit rund 500 Menschen vor Ort und forderten mit schwarzen Plakaten "Abschalten" - endgültig. Schauen Sie sich die Diashow an!
Hand in Hand demonstrierten wir am Samstag, den 12. März, in Baden-Württemberg gegen Atomkraft: Mit einer 45 Kilometer langen Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Landeshauptstadt Stuttgart. 60.000 Menschen reihten sich ein! Abschließend fand eine große Abschlusskundgebung in Stuttgart statt. Schauen Sie sich unseren Aktionsfilm an!
Mit über 70 Großplakaten werben wir entlang der Menschenkettenstrecke um Mitstreiter/innen für die Aktion am 12. März. Zahlreiche Campact-Aktive haben dies mit ihrer Unterstützung ermöglicht. Herzlichen Dank! Auf einer Karte können Sie die Standorte der Plakate anschauen.
Am Samstag, den 26. Februar, wurde überall im ganzen Land für die „große“ Anti-Atom-Kette am 12. März vom AKW Neckarwestheim nach Stuttgart geprobt: Bei einem dezentralen Aktionstag entstanden überall in den Innenstädten kleine Auftaktmenschenketten und mobilisierten für die Aktion zwei Wochen später in Baden-Württemberg. Schauen Sie sich die Bilder an!
Hand in Hand stehen Jung und Alt am 12. März nebeneinander, kilometerweit zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart. Die Menschenkette steht – doch halt, da ist eine Lücke! Wer fehlt? Die Antwort zeigt unser neuer Anti-Atom-Kettenfilm im Internet. Einfach auf www.younuke.de gehen, Ihren Namen über dem Video eintragen und los geht’s!