Nimm mit 606.594 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Mit lautem Beat spielten die Lüneburger Schrotttrommler zum Auftakt der heutigen Castor-Aktion. Mit Percussion auf recycelten Fässern heizten sie den versammelten AKW-GegnerInnen mächtig ein. Währenddessen suchten zahlreiche Aktions-TeilnehmerInnen auf dem riesen X einen freien Platz zum Unterschreiben. Dafür kletterten einige sogar ihren Mitstreitern auf die Schultern.
Im Anschluss zogen rund 370 Atomkraft-GegnerInnen durch die Fußgängerzone. Mit ihrer großen Anzahl haben die LüneburgerInnen sogar die HamburgerInnen übertroffen! Auch die Stimmung war in der kleinen Hansestadt besonders fröhlich und ernsthaft zugleich. Die im zivilen Ungehorsam geübten LüneburgerInnen wollten – wie schon die KasselerInnen – zusätzliche Kreuzungen blockieren. Leider drohte die Polizei mit einem Eingriff ihrerseits, sollte es der Versammlungsleiterin nicht gelingen, die BlockiererInnen zum Weitergehen zu bewegen. Gemächlich machte der Zug die Kreuzung wieder frei.
Fünf engagierte Kids führten die Demo an. Mit Elan trugen sie das Fronttranspi die gesamte Route entlang. Und was halten die Lüneburger Kinder von Atomkraft und ihrem Müll? „Nichts!“ rief der etwa elfjährige „Strahlenschutzexperte“ Konrad entschieden ins Mikrofon. Seine Mutter kocht für die Castor-GegnerInnen, die zum Castor-Stoppen ins Wendland kommen. Außerdem betreibt sie ein „Heu-Hotel“, wo die ProtestlerInnen im Heu schlafen können. Ein etwa achtjähriges Mädchen erzählte, in der Schule sagen sie immer: „Atomkraft – buuuuuuuuuuh!“
Der Demozug endete mit thematischem Bezug am Bahnhof Lüneburg. Dort erwartete die ProtestiererInnen leckere, warme Camp-Vokü. Nochmals vielen Dank an die fleißigen Köche und Köchinnen! Bei warmer Kürbissuppe und Tee lauschten die Anwesenden den Rednern. Dirk Werner von LAgAtom erklärte: „Gorleben ist überall, auch hier in Lüneburg. Die Atomlüge geht weiter. Es sind nur noch wenige Tage bis der Castor kommt. Wir werden ihn vor Lüneburg stoppen. Wir kommen zum Zug!“
Tatsächlich ist die neueste Info, dass der Castor bereits einen Tag früher los fahren soll. (NDR-Bericht 20.11.2011)