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Was sind Deine Befürchtungen, wenn die geplante GKM-Kraftwerkserweiterung tatsächlich gebaut wird?
Für die Mannheimer Bürger und Bürgerinnen wird es eine Reihe ökonomischer und ökologischer Nachteile geben. Ganz zu schweigen vom Beitrag des Kohlekraftwerkes zur globalen Klimaerwärmung. Die Mannheimer Luft ist bereits sehr schlecht. Das Kraftwerk wird die Feinstaubemissionen, unter denen die Menschen hier leiden, noch erhöhen. Eine Erwärmung des Rheins durch das eingeleitete Kühlwasser kann das Mannheimer Klima verändern. Auf Dauer rechnet sich das Kohlekraftwerk außerdem nicht, da teure Emissionszertifikate eingekauft werden müssen. Für die Stadt Mannheim, die zu 28 % am Kraftwerksbetreiber beteiligt ist, bedeutet das einen finanziellen Nachteil.
Wie wehrt sich Eure Initiave gegen die Kraftwerkspläne?
Am Anfang stand ein BürgerInnenbegehren bei dem in fünf Wochen 16.000 Unterschriften zusammen kamen. Leider nicht genug, auch wenn wir die erforderlichen 20.000 bei einer Verlängerung des Sammelfrist sicherlich erreicht hätten. Momentan sammeln wir Einwendungen, die wir an des Regierungspräsidium in Karlsruhe weiterleiten werden. Im anstehenden Erörterungsverfahren können diese aufschiebende Wirkung haben. Hoffnung setzen wir auch in die Klage des BUND, die noch nicht endgültig entschieden ist. Als nächsten Schritt planen wir eine Stromwechselkampagne an. Damit wollen wir den Betreibern ökonomisch schaden.
Was ist deine persönliche Motivation Dich gegen das Kraftwerk zu engagieren?
Seit 40 Jahren bin ich in der Umweltbewegung aktiv. Erst in der Anti-AKW-Bewegung, jetzt in der Anti-Kohle-Bewegung. An den zahlreichen Standorten, an denen neue Kraftwerke geplant sind, bilden sich Bürgerinitiativen. Es ist toll zu sehen, dass der Widerstand nicht auf einen Ort beschränkt blaibt. Es gibt sogar schon „Kohlekraft? Nein Danke!“-Buttons.