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Sayed ist zwei Jahre und acht Monate alt. Seine Familie floh aus Afghanistan, weil sie dort um ihr Leben fürchten musste. Seitdem lebt er mit Mutter und Vater in einem Flüchtlingslager in Bremen.
Die ganze Familie teilt sich dort einen einzigen Raum. Eine eigene Wohnung wurde ihnen bislang nicht genehmigt. Auch in eine Kinderkrippe kann Sayed nicht gehen. So lernt er kein deutsch, obwohl er hier aufwachsen wird - denn zurück nach Afghanistan kann die Familie vorerst nicht. Die Eltern haben nur 105 Euro, um ihr Kleinkind einen ganzen Monat lang zu versorgen - das reicht kaum für das Nötigste: gesundes Essen, Kleidung und Medikamente.
Sayeds Eltern haben Angst um seine Zukunft, denn einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben sie in Deutschland nicht. Sie möchten, dass ihr Sohn hier zur Schule gehen, deutsch lernen und Freunde finden kann.