WeAct: Erfolgreiche Demonstrationen für mehr Corona-Schutz

Recht auf Abstand für Flüchtlinge

Bremen/Schwerin, 17. April 2020. Vor dem Landesinnenministerium in Schwerin und vor dem Bremer Rathaus hat es zwei der ersten genehmigten Demonstrationen in der Corona-Krise gegeben. In beiden Städten forderten Demonstrantinnen und Demonstranten mehr Corona-Schutz für Geflüchtete. Sie verlangten am Mittwoch in Schwerin und am heutigen Freitag in Bremen auch für die Menschen, die in Mehrbettzimmern in Sammelunterkünften untergebracht sind, ein Recht auf Abstand. Die Initiativen ‘Together we are Bremen’ und ‘Pro Bleiberecht’ übergaben die Unterschriften, die sie auf WeAct, der Petitions-Plattform von Campact, gesammelt hatten.

Die Initiative ‘Pro Bleiberecht’ hatte vor dem Verwaltungsgericht Schwerin das Recht erstritten, mit bis zu 20 Personen für den besseren Schutz vor Corona demonstrieren zu dürfen. In Bremen wurde eine Versammlung für 50 Personen genehmigt. Anders als in Schwerin ohne “Vermummungsgebot”.

Unterbringung in Einzelzimmern und Wohnungen

Die Initiatorinnen und Initiatoren fordern in den Gemeinschaftsunterkünften die Mehrbettzimmer zu räumen und die Menschen in Einzelzimmern unterzubringen. Für die Hochrisikogruppen mit Vorerkrankungen etwa an Lunge oder Herz sollte schnell der Umzug in Wohnungen organisiert werden, in denen sie sich besser vor Ansteckung schützen können. In Magdeburg zum Beispiel wurde die Erstaufnahmeeinrichtung bereits Ende März geräumt und die 230 Menschen dort auf Kommunen in Sachsen-Anhalt verteilt.

Die WeAct-Petition aus Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier:
https://campact.org/Auszug
Die WeAct-Petition aus Bremen finden Sie hier:
https://campact.org/AuszugHB

Pressestelle

Svenja Koch, Pressesprecherin

Die Pressestelle bietet Journalist*innen Informationen zu Kampagnen und Themen von Campact und WeAct (auch Bildmaterial) und vermittelt Gesprächspartner*innen.