Protest gegen NRW-Ausnahmeerlass: „Keine Pestizide in Schutzgebieten“

Düsseldorf, 28. April 2022. Mit über 30.000 Unterschriften und rund 20 Aktivist*innen vor Ort war der Protest deutlich, den die Bürgerbewegung Campact und Umweltinstitut München e.V. vor der Staatskanzlei in Düsseldorf zum Ausdruck brachten. „Keine Pestizide in Schutzgebieten!“ stand auf einem gigantischen Plakat, mit dem die Demonstrant*innen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst aufforderten, den NRW-Ausnahmeerlass, der Pestizideinsatz in Naturschutzgebieten ermöglicht, zurückzunehmen. 

Erst seit 2021 ist auf Bundesebene klar geregelt, dass die gefährlichsten Pestizide in Naturschutzgebieten verboten sind. Doch durch einen Ausnahmeerlass in Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe aus diesem Verbot ausgenommen. Damit riskiert die NRW-Landesregierung, dass auch weiterhin Insekten sterben und empfindliche Ökosysteme zusammenbrechen. Mit einem Unterschriften-Appell und der heutigen Aktion fordern Campact und Umweltinstitut München e.V., dass der Ausnahmeerlass aufgehoben wird und auch in NRW die bundesweit gültigen Regeln für Pestizideinsatz und Insektenschutz zur Anwendung kommen. 

Zum Appell: https://aktion.campact.de/insektenschutz/ausnahmeerlass-nrw/teilnehmen

Weitere Pressebilder zur redaktionellen Berichterstattung finden Sie im Verlauf des Tages hier: https://www.flickr.com/photos/campact/albums

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