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Nach Brandanschlag auf Campact: Welle der Solidarität

Verden, 6. Februar 2018. Die Bürgerbewegung Campact erlebt eine Welle der Solidarität, nachdem in der Nacht zum 9. Januar ein Großfeuer in Folge von Brandstiftung die Aktionsmaterialien von Campact vollständig zerstört hat. Der Bitte, die Organisation als Antwort auf den Brandanschlag durch eine Fördermitgliedschaft zu unterstützen, sind innerhalb einer Woche über 3.245 Menschen gefolgt. Die angemietete Lagerhalle neben einem Supermarkt in Verden brannte bis auf die Außenmauern ab. Über mögliche Täterinnen oder Täter ist bisher nichts bekannt.

„Wie viele andere Organisationen spüren wir, dass die politische Auseinandersetzung härter wird. Aber die Brandstifter haben sich zu früh gefreut. Die Solidarität durch Unterstützer und Partner, die wir seit dem Brand erfahren, zeigt, dass gewalttätige Angriffe uns nicht schwächen, sondern uns stärker machen“, sagte Campact-Vorstand Felix Kolb.

Unterstützung erfährt Campact auch von den anderen Initiativen im Ökozentrum in Verden, wo die Büros der Organisation sind, von Bündnispartnern wie dem BUND oder Greenpeace sowie den Kolleginnen und Kollegen aus dem weltweiten OPEN-Netzwerk. Auch aus dem Kreis der fast zwei Millionen Campact-Unterstützer/innen kommen viele Mails, die zum Weiterkämpfen für progressive Politik auffordern.

In der Halle lagerten über 2.500 Aktionsmaterialien auf über 200 Quadratmetern, die Campact für Protest-Aktionen und Großdemonstrationen nutzte: Vom Fracking-Bohrturm und Kohleschlot im Kleinformat über Chlorhuhn, übergroße Glyphosat-Flaschen und aufblasbare Kettensäge bis zu Politiker-Köpfen im Großformat. Zudem fielen auch unzählige Banner, Kostüme, Masken, Fahnen, Megafone und Werkzeug den Flammen zum Opfer.

Das Campact-Team macht sich nun an die Wiederbeschaffung der Materialien. Der Merkel-Kopf in Großformat ist schon fertig und kam gestern in Verden an. Eine Versicherung wird für den Großteil des Schadens aufkommen. Doch da das neue Lager und die Büros der Organisation künftig besser gegen Übergriffe geschützt werden sollen, wird Campact investieren. Unter anderem dazu dienen die jetzt eingenommenen Spenden.

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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