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Pressemitteilung

Sonnensteuer: Demonstration vor Wahlkreisbüro von Gerda Hasselfeldt (CSU)

Über 190.000 Unterschriften gegen Erhebung von EEG-Umlage auf selbst erzeugten Solarstrom, davon 1.421 aus Wahlkreis Fürstenfeldbruck / "CSU-Landesgruppe muss Sonnensteuer verhindern"

Berlin, 11.06.2014. Über 70 Bürger aus dem Wahlkreis Fürstenfeldbruck-Dachau demonstrierten heute vor dem Wahlkreisbüro ihrer Bundestagsabgeordneten Gerda Hasselfeldt (CSU) gegen die Erhebung von EEG-Umlage auf selbst erzeugten Solarstrom. Ein Online-Appell gegen die “Sonnensteuer” des Netzwerks Campact und des Verbraucherzentrale Bundesverbands erhielt 191.124 Unterschriften bundesweit. Davon kommen über 40.255 aus Bayern, und 1.421 aus Hasselfeldts Wahlkreis. Bei der Aktion wurden die Unterschriften an Hasselfeldts Mitarbeiterin übergeben und eine Solaranlage symbolisch von einer Wolke verdeckt.

Unbestätigte Medienberichte sprechen heute von einer Einigung zwischen Sigmar Gabriel und Unterhändlern der Koalition auf eine Belastung der Eigenstromerzeugung in Höhe von 40% der EEG-Umlage (2,5 Cent). Sollte dies Gesetz werden, wird in Zukunft auch für kleinere Solaranlagen auf Dächern diese “Sonnensteuer” auf jede verbrauchte Kilowattstunde fällig. Der hohe Eigenstrombedarf von Braunkohlekraftwerken bliebe hingegen gänzlich von EEG-Umlage befreit.

„Auf Gerda Hasselfeldt kommt es jetzt an. Als Vorsitzende der CSU-Landesgruppe spielt sie eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über die Sonnensteuer” sagte Campact-Campaigner Oliver Moldenhauer. “Wir erwarten, dass die CSU-Landesgruppe im Bundestag sich hier durchsetzt und die Sonnensteuer verhindert. Denn sie ist ein entscheidender Punkt für zahlreiche Landwirte, Gewerbe und Privatleute in Bayern. Es ist grotesk: Wer Sonnenstrom für den Eigenverbrauch erzeugt, schützt die Natur, entlastet die Netze und nimmt selbst keine EEG-Vergütung in Anspruch. Dennoch soll er künftig für diesen Strom EEG-Umlage bezahlen” so Oliver Moldenhauer von Campact weiter. “Sigmar Gabriel betreibt mit dieser Belastung von solaren Eigenstrom das Geschäft der großen Energiekonzerne. Hieran sollten die bayerischen Abgeordneten kein Interesse haben.”

Zum gemeinsamen Appell von Campact und Verbraucherzentrale Bundesverband, und Hintergrundinformationen: www.campact.de/energiewende

Pressekontakte:

Oliver Moldenhauer, Energiewende-Campaigner von Campact e.V., moldenhauer@campact.de, mobil 0177-3068911

Jörg Haas, Pressesprecher Campact e.V., presse@campact.de, Tel. 04231-957 590

Foto von der Aktion:

Sonnensteuer-Aktion vor WK-Büro Gerda Hasselfeldt

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

Diese Kontaktdaten sind nur für Pressekontakte. Wenn Sie sonstige Fragen oder Anliegen haben, bitten wir Sie hier Kontakt mit uns aufzunehmen.

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