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Von Campact Presse, Pressesprecher

Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat heute bei einer Campact-Aktion die Annahme von Studien zur Krebsgefahr durch Glyphosat verweigert.
Rund 30 Campact-Aktive hatten versucht, Schmidt die Studien am Rande eines Kongresses der Familienbetriebe Land und Forst im Berliner Westhafen zu überreichen. Doch der Minister nahm den Hintereingang und verweigerte eine Diskussion mit den Aktiven.

Glyphosat: Agrarminister Christian Schmidt verweigert Annahme von Studien zur Krebsgefahr

Berlin, 11.05.2016. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat heute bei einer Campact-Aktion die Annahme von Studien zur Krebsgefahr durch Glyphosat verweigert. Rund 30 Campact-Aktive hatten versucht, Schmidt die Studien am Rande eines Kongresses der Familienbetriebe Land und Forst im Berliner Westhafen zu überreichen. Doch der Minister nahm den Hintereingang und verweigerte eine Diskussion mit den Aktiven.

Bei einer Aktion im März hatte Schmidt gesagt „Nicht die Zahl der Unterschriften zählt, sondern die Qualität der Wissenschaft.“ Gerald Neubauer von Campact kontert: „Schmidt hat die Argumente anscheinend nicht verstanden. Denn gerade Wissenschaftler halten Glyphosat für krebserregend. Es ist beschämend, dass er nun die Annahme wissenschaftlicher Studien verweigert, die zeigen, wie gesundheitsschädigend Glyphosat tatsächlich ist.“

In der kommenden Woche wird die EU über die Erneuerung der Glyphosat-Zulassung für weitere neun Jahre entscheiden. Zuvor wird bereits am Donnerstag der Bundestag über die Glyphosat-Zulassung diskutieren. Bei der EU-Abstimmung ist die Stimme der Bundesregierung entscheidend. Mehrere europäische Staaten kündigen an dass sie den Einsatz von Glyphosat ablehnen – oder sich zumindest enthalten wollen. Minister Schmidt hingegen will das Ackergift weiter erlauben.

Glyphosat war in Verruf gekommen, nachdem die Weltgesundheitsorganisation es im vergangenen Jahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte. Im November hatten 96 renommierte Wissenschaftler in einem Offenen Brief der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gravierende Fehler in der Risikobewertung von Glyphosat nachgewiesen. Umweltschützer hatten sogar Strafanzeige gegen das mit der Risikoabschätzung beauftragte Bundesamt für Risikobewertung gestellt, nachdem unabhängige wissenschaftliche Studien im Bewertungsbericht nachweislich falsch dargestellt worden waren.

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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