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Pressemitteilung

Umfrage zu Glyphosat: Bürger in den fünf größten europäischen Staaten für Verbot 

Berlin, 10.04.2016. Wenige Tage vor einer Abstimmung des Europaparlaments über die Wiederzulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat spricht sich eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Bevölkerung in den fünf größten Mitgliedsländern der EU für ein Verbot aus. Dies ist das Ergebnis einer repräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag der Bürgerbewegungen Campact und WeMove.EU.

In Italien sprechen sich über drei Viertel der Befragten für ein Verbot aus, in Deutschland 70 Prozent und in Frankreich 60 Prozent. Aber auch in Großbritannien und Spanien unterstützt eine deutliche Mehrheit von jeweils 56 Prozent die Forderung nach einem Glyphosat-Verbot. In allen Staaten befürwortet nur eine kleine Minderheit von sechs bis zwölf Prozent die Wiederzulassung des Totalherbizids.

Am kommenden Mittwoch wird das Europaparlament über einen Entschließungsantrag abstimmen, die Zulassung durch die EU-Kommission nicht zu erneuern, solange ernsthafte Bedenken über die krebserregenden und hormonellen Auswirkungen des Herbizids nicht ausgeräumt sind. „Das Votum der Bürger in allen großen Staaten Europas ist eine klare Ansage an das EU-Parlament und EU-Kommissar Andriukaitis: Die Bürger wollen keine Gifte in ihrer Nahrung. Glyphosat darf nicht erneut zugelassen werden!“, fordert Gerald Neubauer von Campact.

Glyphosat ist in Verruf gekommen, nachdem die Weltgesundheitsorganisation es im vergangenen Jahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte. Im November hatten 96 renommierte Wissenschaftler in einem Offenen Brief der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gravierende Fehler in der Risikobewertung von Glyphosat nachgewiesen.

Jörg Rohwedder von WeMove.EU ergänzt: „In der EU gilt das Vorsorgeprinzip. So lange eine Gefährdung für den Menschen nicht ausgeschlossen werden kann, darf es keine Zulassung für ein so starkes Pflanzengift geben.“

 

Download: Umfrageergebnisse

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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