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Protest gegen neues Kohlekraftwerk in NRW

Düsseldorf, 20. April 2018. Gegen den Bau eines neuen Braunkohle-Kraftwerks in Bergheim-Niederaußem haben fast 32.000 Menschen aus Nordrhein-Westfalen eine Petition auf der Plattform WeAct unterzeichnet. RWE hatte die Genehmigung für den Bau des Kohlekraftwerks „BoAplus“ beantragt. Dagegen formiert sich im Vorfeld der RWE-Aktionärsversammlung am 26. April Widerstand in den Kommunen, die insgesamt etwa 15 Prozent an den RWE-Aktien halten. Bürgerinnen und Bürger, die sich über die WeAct-Petition zusammengefunden haben, planen dezentrale Protest-Aktionen unter anderem in Düsseldorf, Köln und Dortmund.

„Es ist ein Skandal, dass die Kommunen sich mit RWE-Aktien an den Klimaschäden durch Kohlekraft beteiligen“, sagt Tim Petzoldt, der die Petition auf WeAct gestartet hat. „Die Kommunen müssen sich für den Klimaschutz einsetzen, statt sich zu Gehilfen der Kohle-Dinosaurier zu machen.“

„Während die Bundesregierung den Kohleausstieg plant, will RWE 1,5 Milliarden Euro in ein neues Kohlekraftwerk investieren“, sagt Simone Katter, die die Petition auf WeAct betreut. „Das ist nicht nur klimapolitisch absurd, sondern auch alles andere als zukunftsorientiert.“

Eine Kommission der Bundesregierung soll noch in diesem Jahr ein Enddatum für den Kohleausstieg festlegen. In Deutschland werden bereits mehr als 30 Prozent des Stroms aus Solar- und Windkraft erzeugt. Der Energieriese RWE produziert jedoch 90 Prozent seines Stroms aus Gas, Kohle und Atomkraft. 

Die WeAct-Petition finden Sie hier: https://weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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