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Pressemitteilung

BUND-Studie zeigt: Braunkohle muss im Boden bleiben - Tagebaue verkleinern

Campact: “Jede Tonne verfeuerte Braunkohle ist ein Anschlag auf die Zukunft unserer Kinder - Gabriel und Merkel müssen jetzt Rückgrat zeigen”

Berlin, 24.03.2015. Weit mehr als die bisher genehmigten Mengen an Braunkohle müssen im Boden bleiben, um Deutschlands Klimaschutzziele zu erreichen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Öko-Instituts im Auftrag des NRW-Landesverbands des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Alle Braunkohle-Tagebaue in Deutschland müssten daher deutlich verkleinert werden.

In den heute genehmigten Tagebauen in NRW liegt noch eine Braunkohlevorrat von knapp 3 Milliarden Tonnen. Davon müssen je nach Szenario zwischen 1,4 und 2,5 Milliarden Tonnen im Untergrund bleiben. Für den Tagebau Garzweiler fordert der BUND daher einen Abbaustopp vor der Autobahn A 61.

Chris Methmann von der Bürgerbewegung Campact begrüßte die Studie: "Zum ersten Mal zeigt sie in Zahlen und Karten auf: Die bisherigen Planungen für den Abbau der Braunkohle in Deutschland müssen scharf nach unten revidiert werden. Sonst sind die Klimaziele nicht mehr einzuhalten. Jede Tonne verfeuerte Braunkohle ist ein Anschlag auf die Zukunft unserer Kinder. Jede Tonne geht auf unser aller Kosten, denn sie verstärkt Hochwasser, Stürme und den Anstieg des Meeresspiegels an der deutschen Küste.”

Erst im vergangenen Dezember hatte das Bundeskabinett das von Merkel und Gabriel schon 2008 verkündete deutsche Klimaschutzziel bestätigt. Methmann forderte: "Gabriel und Merkel müssen jetzt Rückgrat zeigen und dürfen nicht vor der Kohlelobby einknicken. Ohne verbindliche Einschränkungen der Kohleverstromung macht sich Deutschland im Klimaschutz zum Gespött."

Hart ging Methmann mit den Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg ins Gericht: "Sie üben sich in Vogel-Strauß-Politik zu Lasten unserer Kinder. Statt Illusionen zu verbreiten, muss eine zukunftsfähige Politik den Arbeitnehmern in Braunkohle-Revieren reinen Wein einschenken und rechtzeitig den Umbau der Wirtschaft einleiten."

Hintergrund:

Zur Studie des BUND NRW 

"Bis hierher und nicht weiter!": Gemeinsam mit einem breiten Bündnis ruft Campact für den 25. April 2015 zu einer internationalen Menschenkette entlang der geforderten Grenze des Tagebaus Garzweiler auf. Mehr Informationen auf www.anti-kohle-kette.de.

Über 241 000 Bürger haben bereits einen Appell von Campact, BUND, Greenpeace und Nabu unterzeichnet. Er fordert das sofortige Abschalten der ineffizientesten und dreckigsten Kohlekraftwerke, eine Ausstieg aus der Braunkohle bis 2030 und aus der Steinkohleverstromung bis 2040: zum Appell

 

 

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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