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Pressemitteilung

Klimaschützer protestieren in Dortmund gegen Steag-Einstieg in Braunkohle

Rat der Stadt Dortmund muss rasch neu über den Deal entscheiden

Dortmund, 16.02.2016. Klimaschützer protestierten heute vor dem Dortmunder Rathaus mit einem riesigen Braunkohlemeiler aus Pappmaché gegen den geplanten Einstieg der Steag in die Lausitzer Braunkohle. Thomas Quittek vom BUND Dortmund übergab bei der Aktion fast 3000 Dortmunder Unterschriften unter eine von ihm gestartete Onlinepetition an die Fraktionsvorsitzenden der vier im Stadtrat vertretenen Parteien. Die Vertreter von SPD und CDU verweigerten jedoch eine klare Positionierung, da es noch nichts zu entscheiden gebe.

Quittek verlangt eine rasche neue Entscheidung des Rats der Stadt: „Was die Bürger fordern, haben Stadträte in Essen, Bochum, Oberhausen und Duisburg verstanden: Der Einstieg in die Lausitzer Braunkohle ist hoch risikoreich. Nun muss auch der Rat der Stadt Dortmund das Thema rasch erneut auf die Tagesordnung setzen, bevor die Steag ein verbindliches Angebot abgibt und so Fakten schafft.“

Chris Methmann von der Bürgerbewegung Campact fordert den Rat auf, das Votum der Bürger zu respektieren: „Nach einer repräsentativen Umfrage sind mehr als die Hälfte der Menschen in Nordrhein-Westfalen gegen den Steag-Vattenfall-Deal, nur 18% dafür. Über 5300 Menschen aus drei Städten haben bereits ihre Unterschrift geleistet, viele sind auf die Straße gegangen. Nun muss auch Dortmund die Zeichen der Zeit erkennen und den Steag-Einstieg in riskante Braunkohle verweigern.“

Die Steag ist über eine Kommunale Beteiligungsgesellschaft (KSBG) zu 100% im Besitz der Städte Bochum, Duisburg, Dortmund, Dinslaken, Essen und Oberhausen. Sie hat im vergangenen Dezember ihr Interesse am zweitgrößten deutsche Braunkohle-Revier, der Lausitz, öffentlich gemacht. Der bisherige Eigentümer, der schwedische Konzern Vattenfall, will sein Braunkohlegeschäft verkaufen. Nach Beschlüssen der Stadträte von Essen, Bochum und Oberhausen und des Umweltausschusses von Duisburg wird heute noch eine Entscheidung im Stadtrat von Dinslaken erwartet. Der Stadtrat von Duisburg entscheidet am 20. Februar.

Zur Online-Petition gegen den Steag-Vattenfall-Deal.

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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