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Gemeinsame Pressemitteilung des Trägerkreises der Anti-Kohle-Kette

Tausende zu Menschenkette für Klimaschutz und gegen Braunkohle erwartet

Klimabeitrag der Braunkohle-Kraftwerke unumgänglich / Strukturwandel jetzt gestalten

Düsseldorf/Berlin, 24.04.2015. Tausende Menschen aus ganz Deutschland werden morgen zu einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für konsequenten Klimaschutz und gegen die Umweltschäden durch Braunkohle erwartet. Die Anti-Kohle-Kette markiert am Tagebau Garzweiler jene Linie, an der die Bagger stoppen müssen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele einhält. Zahlreiche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie Kirchen rufen bundesweit zu den Protesten auf. Sie fordern von der Bundesregierung, die schmutzigsten Kohlekraftwerke sofort abzuschalten und einen Fahrplan für den kompletten Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2040 vorzulegen.

Der von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Klimabeitrag für alte und besonders schmutzige Kohlekraftwerke wird von den Organisatoren als erster wichtiger Schritt begrüßt. "Morgen gehen Jung und Alt auf die Straße, um ein starkes Signal nach Berlin und Düsseldorf zu senden: Bis hierher und nicht weiter!”, sagt Chris Methmann von der Bürgerbewegung Campact und ergänzt: “Merkel und Gabriel dürfen beim Klimaschutz nicht umfallen. Der schrittweise Abschied von der Braunkohle ist alternativlos.”

Der fortschreitende Klimawandel zeigt sich bereits heute in vielen Teilen der Welt in zunehmenden Überflutungen, Stürmen und Dürren. Um die katastrophalen Folgen der Erderwärmung in beherrschbaren Grenzen zu halten, müssen laut Studien führender Klimawissenschaftler drei Viertel der globalen fossilen Energievorräte im Boden bleiben. Dabei muss Deutschland als Energiewendeland voran gehen, denn die deutschen Braunkohlevorkommen gehören zu Europas größten CO2-Quellen.

Mit Blick auf die zeitgleich für Berlin angekündigten Proteste der Gewerkschaften IGBCE und Verdi sagt Greenpeace-Energieexpertin Susanne Neubronner: “Die Chefs der Gewerkschaften IGBCE und Verdi missbrauchen die berechtigten Arbeitsplatzsorgen ihrer Mitglieder. Statt den unausweichlichen Strukturwandel weg von der Kohle hin zu den Erneuerbaren aktiv zu gestalten und den Mitgliedern eine langfristige Zukunft zu eröffnen, klammern sich Michael Vassiliadis und Frank Bsirske an die Kohle. Doch Kohle ist von gestern: Die Zukunft ist erneuerbar.”

Die Veranstalter appellieren im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris an die Bundesregierung, den Klimaschutz entschlossen voranzubringen. Neben dem schrittweisen Abschied von fossilen Energien müssten die regenerative Energieerzeugung sowie die Förderung von Energieeffizienz und Energieeinsparung im Mittelpunkt der Politik stehen.

Initiiert wurde die Menschenkette vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der BUNDjugend, Campact, GREENPEACE, der Klima-Allianz Deutschland, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Bürgerinitiative „Stop Rheinbraun”. Zahlreiche weitere Organisationen unterstützen die Demonstration.

Informationen für die Presse finden Sie im Internet unter: http://anti-kohle-kette.de/presse/elektronische-pressemappe/

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

Diese Kontaktdaten sind nur für Pressekontakte. Wenn Sie sonstige Fragen oder Anliegen haben, bitten wir Sie hier Kontakt mit uns aufzunehmen.

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