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Gemeinsame Pressemitteilung

Demonstration am Tagebau Garzweiler: Braunkohle verliert soziale Akzeptanz

Achthundert Klimaschützer protestierten gegen Braunkohle mit einem rauchenden Kohlemeiler / Solidarität mit den friedlichen Blockaden des Bündnisses "Ende Gelände"

Immerath, 15.08.2015 Während in Europas größtem Tagebau Garzweiler Aktivisten der Aktion “Ende Gelände” friedlich die Bagger blockierten, protestierten daneben achthundert Klimaschützer und Bürger aus der Region gegen die fortgesetzte Verbrennung von Braunkohle. Mit einem rauchenden Braunkohlemeiler und einer Weltkugel machte die Bürgerbewegung Campact auf die Gefährdung des Weltklimas aufmerksam. 

Chris Methmann von Campact erklärt: "Diese Demonstration unterstützt die friedliche Blockade im Tagebau Garzweiler. Es ist wichtig und richtig, dass Menschen jetzt ein Zeichen setzen und sagen: Ende Gelände für die Braunkohle. Denn die Hitzewelle und Dürre dieses Sommers zeigt: Der Schutz des Klimas kann nicht warten. Wenn die Politik den Kohleausstieg nicht angeht, ist es legitim, auch mit zivilem Ungehorsam Druck zu machen."

Die Demonstration und die Blockade sind Zeichen einer wachsenden Bürgerbewegung gegen Kohle. Schon im April und im vergangenen August hatten Menschenketten im rheinischen Revier und in der Lausitz gegen Braunkohle demonstriert. "Die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung verliert zu Recht die soziale Akzeptanz. Mehr und mehr Menschen wollen nicht länger hinnehmen, dass Tag für Tag ihre Zukunft verfeuert wird. Braunkohle passt nicht zur Energiewende. Es ist Ende Gelände für die Kohle. Die Zukunft ist erneuerbar!" ergänzt Philip Bedall von Robin Wood.

Im Juni kippte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel seine Pläne zur Erhebung einer Klimaabgabe auf die ältesten Braunkohlekraftwerke. "Die Aktionen heute sind eine Antwort auf das Versagen der Regierung beim Klimaschutz. Gabriel und Merkel sind vor der Kohlelobby eingeknickt und haben so das deutsche Klimaziel rasiert. Beim Kampf gegen den Klimawandel läuft uns aber die Zeit davon. Im Vorfeld des Klimagipfels in Paris braucht es jetzt einen ehrgeizigen Plan für den Ausstieg aus der Kohle – sonst verliert Deutschland jegliche Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz."

Zu der Demonstration riefen auf: Aktionsbündnis Stommelner Bürger, Leben ohne BoA“ (LoB), Initiative "Buirer für Buir", Campact, Dachverband kritischer Aktionärinnen und Aktionäre, Das gelbe Band, DEW-kommunal – Dortmunder Bündnis für die Unterstützung der Energiewende, Fossil Free Deutschland, Initiative Bergbaugeschädigter 50189, Robin Wood e.V., SoVie Solidarische Vielfalt – Kölner Gruppe gegen Braunkohle, Transition Initiative Bonn im Wandel, Tschö RheinEnergie

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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