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Anti-Panzer-Aktionen auf Evangelischem Kirchentag 

Campact protestiert bei Ministern Gabriel und Altmaier

Berlin, 26.4.2017. Mit Flashmobs auf dem Evangelischen Kirchentag hat die Bürgerbewegung Campact ihren Protest gegen Pläne des Rüstungskonzerns Rheinmetall fortgesetzt, der in der Türkei eine Panzerfabrik bauen will. Auf der Veranstaltung “Mehr Verantwortung für den Frieden” mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hielten Zuschauerinnen und Zuschauer Schilder in die Höhe. “Keine Panzer für Erdogan” und “Rheinmetalls Panzer-Deal tötet” waren die Botschaften, mit denen auch schon am Donnerstag bei einer Veranstaltung mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier gegen den Rheinmetall-Panzer-Deal protestiert wurde. Altmaier hatte eine Stellungnahme verweigert.

Sigmar Gabriel nahm die rund 280.000 von Campact gesammelten Unterschriften gegen das Geschäft entgegen. Er teilte die Kritik Campacts an den Rheinmetall-Plänen, sah aber keine rechtliche Handhabe für die Bundesregierung. “Panzerbau in Krisenregionen ist das Gegenteil von Verantwortung für den Frieden ”, sagt Jörg Haas, Campaigner von Campact. Solange Rheinmetall an den skandalösen Plänen festhält, sollte die Bundesregierung keine Rüstungsaufträge mehr an Rheinmetall vergeben.

Der Pläne des Unternehmens sehen vor, mit türkischen und malaysischen Partnern, die über gute Verbindungen zu Präsident Erdogan verfügen, in der Türkei eine Panzerfabrik zu bauen. Damit will der Konzern Leopard-2-Panzer modernisieren, und sich für große Panzerbau-Aufträge aus der Türkei (Altay-Panzer) und aus Katar (1.000 gepanzerte Fahrzeuge) bewerben. Für Campact riskiert das Projekt die unkontrollierte Verbreitung schwerer Waffen in einer konfliktträchtigen Region unter Aushebelung der deutschen Waffenexport-Kontrollen.

Der Kirchentags-Aktion sind bereits Proteste vor dem Bundestag und der Hauptversammlung von Rheinmetall vorangegangen.

Kontakt

Svenja Koch
Pressesprecherin

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