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Pressemitteilung

Deutsche fühlen sich von Bundesregierung nicht ausreichend vor Überwachung geschützt

Emnid-Umfrage: 80% fühlt sich durch Bundesregierung nicht geschützt /

Fast 70% unterstützen Snowden-Aussage in Deutschland / Klare Mehrheit

auch für Asylgewährung für Snowden

 

Berlin, 05.06.2014. Ein Jahr nach den NSA-Enthüllungen von Edward

Snowden fühlen sich 80 Prozent der Bürger durch die Reaktion der

Bundesregierung "überhaupt nicht" oder "eher nicht" geschützt. Dies ist

das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des

Kampagnennetzwerks Campact. Fast 70% befürworten, dass Edward Snowden

nach Deutschland geladen wird, um vor Gericht oder dem

NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags auszusagen. Fast drei Viertel

(74%) der SPD-Anhänger unterstützen eine Aussage von Snowden in

Deutschland. Diese Forderung findet aber auch fast bei zwei Drittel

(63%) der Unions-Anhänger Anklang. Und immer noch eine deutliche

Mehrheit von 55% der Bundesbürger befürwortet Asyl für Snowden in

Deutschland.

 

“Die Unzufriedenheit der Bürger sowohl in der Causa Snowden als auch

beim Umgang mit dem Überwachungsskandal ist eine schallende Ohrfeige für

Bundesregierung. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung den

NSA-Skandal umfassend aufklärt und hierfür Edward Snowden ein

Aufenthaltsrecht in Deutschland gewährt. Die Blockadehaltung der

Bundesregierung wird nur von einer Minderheit in der Bevölkerung

gestützt, die Mehrheit will den Kurswechsel. Der Versuch der Regierung

Merkel die Affäre auszusitzen ist damit gescheitert”, kommentierte

Katharina Nocun von Campact die Ergebnisse.

 

Die Umfrageergebnisse bestätigen die überwältigende Reaktion der

Bevölkerung auf einen Online-Appell und Aufruf “Ein Bett für Snowden”

des Kampagnennetzwerks Campact. Mehr als 40.000 Bürger erklären, dass

sie Snowden bei sich zuhause aufnehmen würden und 210.000 sprechen sich

für Schutz für Edward Snowden in Deutschland aus.

 

Die Umfrage von 1011 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern wurde von

TNS Emnid am 02.-04.06.2014 vorgenommen. Zu den Umfrageergebnissen im

Detail

 

Zum Campact-Appell und Hintergrundinformationen

 

Pressekontakte:

 

Jörg Haas, Pressesprecher Campact e.V., presse@campact.de, Tel. 04231-957 590

Kontakt

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Pressesprecherin

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