AfD-Regierung verhindern

Immer wieder stimmt die CDU mit der AfD ab – so wie zuletzt im Thüringer Landtag. Brandgefährlich, denn das normalisiert die Rechtsextremen. Auf Landesebene droht sogar eine AfD-Regierung. Parteichef Friedrich Merz muss jetzt eingreifen und jede weitere Zusammenarbeit von CDU-Politiker*innen mit der rechtsextremen AfD unterbinden.

Klare Kante gegen die AfD, Herr Merz Die CDU hilft der AfD – weil Parteichef Merz Teilen der Partei immer wieder Kooperationen mit den Rechtsextremen durchgehen lässt. Das ist brandgefährlich. Fordere die CDU auf, sich endlich klar von der AfD abzugrenzen. Bereits 0 Unterzeichner*innen Appell unterzeichnen

5-Minuten-Info

Die Zusammenarbeit der CDU mit der AfD normalisiert die Rechtsextremen. Die AfD wirkt dadurch wie eine normale Partei und es entsteht der Eindruck, dass ihre Positionen gar nicht so schlimm sind. Gerade in diesem Jahr ist das brandgefährlich: Nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen könnte die AfD stärkste Fraktion werden. Dann könnte sich die CDU in einer Minderheitsregierung von der AfD tolerieren lassen und so den Rechtsextremen zu noch mehr Macht verhelfen.

Im September finden in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Landtagswahlen statt. Viele Umfragen sehen die AfD als stärkste Kraft – deshalb könnten die Rechtsextremen nach den Wahlen tatsächlich an die Regierung kommen. Realistisch ist etwa, dass die CDU sich in einer Minderheitsregierung von der AfD tolerieren lässt. Das würde die politische Macht der Rechtsextremen enorm steigern. Besonders groß ist die Gefahr in Thüringen: Hier hat die CDU bereits in der Vergangenheit zusammen mit der AfD Gesetze verabschiedet.

Die CDU verstößt immer wieder gegen ihren eigenen Beschluss, in dem sie „jegliche Koalitionen oder ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD“ ablehnt. In Thüringen hat sie ein Gesetz mit der rechtsextremen Höcke-Partei beschlossen; beim Geheimtreffen zu den Deportationsplänen der AfD waren auch CDU-Politiker dabei – und im ZDF-Sommerinterview hat Parteichef Friedrich Merz Kooperationen auf kommunaler Ebene nicht ausgeschlossen. Die Beispiele zeigen: Der Beschluss der CDU reicht nicht aus. Die Partei muss eindeutig jede gemeinsame Abstimmung mit der AfD unterbinden und konkrete und spürbare Konsequenzen für CDU-Mitglieder beschließen, die dagegen verstoßen.

Als CDU-Chef trägt Friedrich Merz eine besondere Verantwortung für den Schutz der Demokratie in Deutschland. Er muss dafür sorgen, dass es keine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD gibt. Doch stattdessen sieht Merz oft über Kooperationen hinweg. Schlimmer noch: Teilweise übernimmt er in öffentlichen Auftritten rassistische Äußerungen und schließt gemeinsame Abstimmungen zwischen CDU und AfD nicht konsequent aus.

Im „Thüringen-Projekt“ recherchiert ein Team vom Verfassungsblog dazu, was passieren könnte, falls die rechtsextreme AfD nach der Landtagswahl in Thüringen an die Macht kommt: https://verfassungsblog.de/thuringen-projekt/

Folge Campact

Aktuelles zum Thema Rechtsextremismus im Campact-Blog

Blog 18.06.2024 Sibel Schick Rechtsruck ist Rechtsruck Die Ergebnisse der Europawahl schockieren. Was der Rechtsruck für marginalisierte Minderheiten in Deutschland bedeutet – und wie die Regierung ihn noch verstärkt. Mehr im Blog lesen Blog 12.06.2024 Matthias Meisner Verlogene Alternative für Migranten Die AfD kämpft für „Remigration“ und meint die massenhafte Deportation von Menschen auch mit deutscher Staatsbürgerschaft. Und trotzdem punktet sie in der migrantischen Community, längst nicht nur bei Russlanddeutschen. Wie geht das? Mehr im Blog lesen Blog 11.06.2024 Campact-Team Warum die AfD keine demokratische Partei ist, obwohl sie demokratisch gewählt wurde Bei der Europawahl wurde die AfD zweitstärkste Kraft und war damit stark wie nie bei einer bundesweiten Wahl. Doch nur weil man die Partei in einer demokratischen Wahl wählen kann, war und ist sie keinesfalls demokratisch. Diese sechs Punkte belegen das. Mehr im Blog lesen
WeAct entdecken
Campact ist eine Kampagnen-Organisation, mit der über 3 Millionen Menschen entschlossen für progressive Politik eintreten und unsere Demokratie verteidigen. Wenn wichtige politische Entscheidungen anstehen, starten wir Kampagnen - digital und auf der Straße. Wir schmieden breite Bündnisse und mobilisieren eine starke Bewegung für die gemeinsame Sache. NewsletterHilfe und FAQKontaktDatenschutzImpressumCookie Einstellungen