Schweinequal stoppen: Spenden Sie jetzt für unsere Aktion

Muttersauen befreien – Kastenstand verbieten! Wir machen Lärm für unsere Forderung vor dem Bundesrat. Bitte unterstützen Sie die Aktion.

5-Minuten-Info Schweinequal

Warum wird der Kastenstand eingesetzt?

Der Kastenstand dient den Gewinninteressen der Agrarindustrie. Er ermöglicht es, viele Tiere auf wenig Raum zu halten und macht die Tierhaltung billiger – auf Kosten der Schweine. Angeblich werden die Sauen im Käfig gehalten, damit sie ihre Ferkel nicht erdrücken. Nachweislich effektiver ist Ferkelschutz jedoch, wenn die Tiere mehr Platz haben.

Welche Folgen hat das für die Sauen?

Schweine sind intelligente Tiere. Sie lieben Schlammbäder, sind sozial und verspielt. Trächtige Sauen sind fürsorglich und bauen eigentlich Nester für ihren Nachwuchs – zumindest in ihrem natürlichem Lebensraum. Im Kastenstand können sie jedoch nur liegen oder stehen und sich nicht angemessen um ihre Ferkel kümmern. Die Tiere leiden unter Bewegungsmangel, Geschwüren und Vereinsamung. Diese Praxis ist Tierquälerei.

Wieso ist das nicht längst verboten?

Die üblichen Kastenstände sind illegal. Bundesgerichte haben das Verbot mehrfach bestätigt. Doch die Behörden schauen weg und verhängen keine Strafen. Die geplante Reform der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung will die Kastenstände nicht abschaffen, sondern für die nächsten 17 Jahre erlauben. Unser Kooperationspartner foodwatch weiß: „Jede Verlängerung der Kastenstandhaltung verstößt gegen das Grundgesetz“ – denn das Grundgesetz verpflichtet den Staat zum Tierschutz.

Warum schafft die Reform Kastenstände nicht ab?

Es ist schwer vorstellbar, dass nach einer Übergangszeit von 17 Jahren Kastenstände aus den Ställen komplett verschwinden. Verboten sind sie schon seit 28 Jahren – und trotzdem noch Standard in der industriellen Landwirtschaft. Die Reform schafft die Kastenstände nicht ab, sondern legalisiert sie für die nächsten Jahre.

Was haben Proteste bisher erreicht?

Eigentlich sollte die Nutztierverordnung und damit die Verlängerung des Kastenstands schon im Dezember im Bundesrat verabschiedet werden. Doch die Länderkammer hat die Abstimmung seitdem mehrmals verschoben – auch wegen des starken Protests von Tierschützer*innen. Das zeigt: Protest wirkt. Deswegen haben wir unseren Eil-Appell gestartet und eine laute Aktion am Landwirtschaftsministerium gemacht. Wenn der Kastenstand im Bundesrat abgestimmt wird, werden wir auch dort mit einer großen Aktion vor Ort sein und Ihre Unterschriften unter den Appell übergeben.

Warum sind die Grünen so zögerlich?

Viele grüne Spitzenpolitiker*innen haben sich bereits öffentlich gegen den Kastenstand geäußert. So verurteilen Schleswig-Holsteins Agrarminister Jan Philipp Albrecht und die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast die engen Käfige. Noch sind nicht alle Länder mit grüner Regierungsbeteiligung zum Widerstand bereit – wir überzeugen sie mit unserem Appell.

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