Studiengebühren in NRW stoppen!

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Die FDP will neue Studiengebühren in NRW einführen. Damit würde sie die Tore der Universitäten in NRW für viele junge Menschen aus Arbeiter- und Geringverdiener-Familien verschließen. Die CDU könnte das stoppen – wenn wir sie jetzt überzeugen, dass Studiengebühren ihnen richtig Ärger einbringen. Schon nächste Woche könnte über die unsoziale Uni-Maut entschieden werden.

Unterzeichnen Sie den Appell an CDU-Chef Laschet!

5-Minuten-Info Studiengebühren in NRW

Schon die Semestergebühren übersteigen bei vielen Studierenden ihre finanziellen Kapazitäten. Die Studiengebühren kämen noch obendrauf. Nach einem Bachelor- und Masterstudium kann daraus ein Schuldenberg von 8.000 Euro werden - allerdings nur für diejenigen, die in Regelstudienzeit fertig sind. Tatsächlich müssen schon jetzt viele Studierende neben dem Vollzeitstudium arbeiten, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können: Das würde sich durch die Gebühren weiter verstärken. Die hohen Kosten für ein Studium sind für Menschen aus sozial schwächeren Familien eine große Hürde, überhaupt ein Studium anzutreten: vor allem, da sie im Notfall nicht auf finanzielle Hilfe der Eltern zurückgreifen können. Die soziale Herkunft eines Kindes hat noch immer den größten Einfluss auf dessen Bildungsentscheidung: Die Aufgabe der Politik sollte es sein, Chancenungleichheit abzubauen. Doch mit den Gebühren wird die Ungleichheit weiter geschürt.
Die FDP will festlegen, dass Universitäten in ganz NRW Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro pro Semester verlangen können. Laut dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner können diese Gebühren auch nach dem Studium zurückgezahlt werden. Diesen Vorschlag nennen sie das „Modell der nachgelagerten Studiengebühren“. In Regelstudienzeit wären das bei einem dreijährigen Bachelor 3.000 Euro, plus 2.000 Euro für einen zweijährigen Masterstudiengang. Sollten Studierende nach Studienabschluss keinen Arbeitsplatz finden, blieben die Schulden so lange bestehen, bis die jungen Menschen irgendwann genügend Geld verdienen.
Semesterbeiträge sind Pflichtgebühren, die alle Studierenden jedes Semester zahlen müssen. In NRW zahlen Studierende bis zu 350 Euro pro Semester. Diese Beträge sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Das liegt vor allem daran, dass Unis höhere Ausgaben haben: Steigende Personalkosten, Zuschüsse für Studierendenwohnheime und teure Tickets für Nahverkehrsverbünde sind dafür verantwortlich. Das Land NRW bezuschusst die Universitäten zwar, das kann die Ausgaben jedoch nicht decken. Die entstehende Lücke wird von den Studierenden im Rahmen der Semesterbeiträge gefüllt.
Oft wird von Befürworter/innen der Gebühren argumentiert, dass Akademiker/innen nach ihrer Ausbildung mit höheren Gehältern rechnen könnten: Das gilt jedoch nicht für alle Studiengänge. Beispielsweise müssen sich viele Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen mit Honorarverträgen und kurzen Projekten ihren Lebensunterhalt verdienen, eine profitable Karriere ist selten. Auch Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen werden nach langer Ausbildungszeit oft sehr schlecht bezahlt. Wer tatsächlich gutes Geld verdient, zahlt der Gemeinschaft die eigene Ausbildung spätestens mit den Steuern zurück.
Nein, seit dem Wintersemester 2014/2015 gibt es in keinem deutschen Bundesland mehr Studiengebühren. Im Jahr 2006 haben Universitäten in den Ländern Gebühren erhoben, die von der CDU/CSU regiert wurden. Die großen Studierendenproteste im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks 2009 und 2010 erhöhten den Druck in vielen Ländern, Studiengebühren abzuschaffen.
In der Opposition sprach sich die CDU stets dafür aus, dass Studiengebühren die Haushalte der Hochschule entlasten könnten. Überraschend ist jedoch, dass sie in ihrem Wahlprogramm für die Landtagswahlen in NRW einen kostenfreien Zugang zur Hochschulbildung sichern wollen. Die Fraktion lässt sich allerdings eine Hintertür offen: Gebühren seien grundsätzlich sinnvoll, es komme nur auf die Form an. Damit ermöglicht sich die Partei weiterhin über unterschiedliche Modelle von Studiengebühren nachzudenken.

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