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Anzeige Stuttgarter Zeitung: Emnid-Umfrage

Emnid: 60 Prozent der Baden-Württemberger für sexuelle Vielfalt als Schulthema

60 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg stimmen dem Plan der Landesregierung zu, im Schulunterricht Akzeptanz und Respekt gegenüber unterschiedlichen Lebens- und Liebesformen zu fördern. 35 Prozent lehnen das ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Campact.

Dass der ehemalige Fußballprofi Thomas Hitzlsberger mit seinem Outing auch andere Sportler dazu ermutigen will, ihre sexuelle Präferenz nicht zu verstecken, finden sogar 79 Prozent der Menschen im Land gut. Nur 12 Prozent der Befragten finden das nicht gut.

Selbst unter den baden-württembergischen CDU-Wähler/innen stimmen 53 Prozent dem Bildungsplan der grün-roten Landesregierung zu. Bei den FDP-Wähler/innen sind sogar 74 Prozent für das Thema sexuelle Vielfalt im Unterricht.

Die Aufregung um den baden-württembergischen Bildungsplan war also nur ein Sturm im Wasserglas. Die Emnid-Umfrage zeigt das wahre Gesicht Baden-Württembergs. Toleranz hat im Ländle eine gute Tradition. Dazu gehört heute auch die Akzeptanz von Vielfalt bei den sexuellen Orientierungen.

Dass 35 Prozent sich mit dem Thema sexuelle Vielfalt immer noch schwer tun, zeigt aber wie wichtig es ist, das Thema in den Schulen zu behandeln. Auf vielen Schulhöfen gehören Ausdrücke wie "schwule Sau" oder "Schwuchtel" immer noch zu beliebten Schimpfwörtern. Das muss sich ändern. Denn gerade für junge Menschen ist es wichtig, dass sie so akzeptiert werden, wie sie sind - ohne Angst haben zu müssen, dass sie ausgegrenzt oder diskriminiert werden.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte für die repräsentative Umfrage vom 20. bis 23.1.2014 tausend Menschen aus Baden-Württemberg.