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Argumentationshilfe

Mein Gesprächspartner...

...sagt mir, dass er ganz meiner Meinung ist und dass er schon alles tut, um Wasser aus der EU-Konzessionsrichtlinie auszunehmen oder um Privatisierungen zu verhindern.

Das ist eine erfreuliche Nachricht, für die Sie sich bedanken können. Allerdings zählt für uns am Ende der Erfolg dieser Bemühungen. Das können Sie deutlich machen und darauf hinweisen, dass aus Ihrer Sicht mehr Engagement als bisher gefordert ist, damit das Ziel auch wirklich erreicht wird.

...sagt, dass das Problem längst gelöst sei (und verweist dazu auf verschiedene für Sie nicht nachprüfbare Fakten aus den Verhandlungen).

Unser Gesprächspartner weiß, dass der Stand der EU-Verhandlungen für Außenstehende nicht überprüfbar ist. Aber es kommt darauf auch gar nicht an. Was für uns letztlich zählt, ist deren Ergebnis, nämlich dass die Wasserversorgung aus der EU-Konzessionsrichtlinie ausgenommen wird. Wir können also deutlich machen, dass wir die Verantwortung für ein solches Ergebnis bei unserem Gesprächspartner sehen. Und dass wir den Punkt erst abhaken werden, wenn dieses Ergebnis steht.

...beschwert sich über Telefonterror, der die Arbeit lahmzulegen drohe (und betont zum Beispiel unsere Telefon-Aktion sei unfair).

Wir sollten Verständnis haben für die Menschen, die am Telefon die Unzufriedenheit der Bürger/innen abbekommen. Aber wir rufen ja nicht an, weil es unser Hobby ist, Menschen zu belästigen. Im Gegenteil: Für viele von uns ist es das erste Mal, dass wir bei so wichtigen Menschen anrufen. Wir nehmen nur deshalb unseren Mut zusammen und greifen zum Hörer, weil wir in großer Sorge sind. Wir wählen das Telefon, weil die Angelegenheit eilig ist, und weil wir mehr tun wollen als nur einen Appell zu unterschreiben (was wir natürlich auch getan haben).

Wir möchten dass unser Gesprächspartner begreift, dass Wasser ein wichtiges Anliegen für uns ist. Eines, für das wir sogar Hemmschwellen überwinden.

...will mich abwimmeln mit dem Verweis auf andere Anrufe (zum Beispiel „ja ja, schon wieder Wasser, das ist bereits notiert“).

Wir können höflich darum bitten, kurz ausreden zu dürfen. Wenn wir dasselbe Anliegen haben wie andere auch, so kann unser Gesprächspartner diese natürlich gerne gesammelt ausrichten. Aber um das zu beurteilen müssen wir unser Anliegen erst einmal äußern dürfen. Wird uns das zugestanden, sollten wir uns kurz fassen und uns bedanken.

...bezeichnet sich als nicht zuständig.

Wir können um den Namen und die Durchwahl einer zuständigen Person bitten oder uns verbinden lassen. Sinnvoll ist es deshalb, etwas zum Schreiben griffbereit zu haben, um diese Ansprechpartner über den Live-Blog mit anderen Campact-Aktiven zu teilen.

...leugnet, dass die EU-Konzessionsrichtlinie überhaupt etwas mit der Privatisierung der Wasserversorgung zu tun habe.

Hier sollten wir freundlich auf unserem Standpunkt bestehen, zum Beispiel können wir sagen, dass wir andere Informationen hätten, und dass wir diesen Informationsquellen vertrauen. Wir sollten deutlich machen, dass uns die Wasserversorgung in kommunaler Hand ein so wichtiges Anliegen ist, dass wir diesbezüglich keine Risiken eingehen wollen. Würde die Wasserversorgung aus der EU-Konzessionsrichtlinie ausgenommen, wären wir beruhigt.