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Nur wenige Zentimeter misst das Lager einer Waschmaschinentrommel. Doch geht das Kleinteil kaputt, endet oft die ganze Maschine auf dem Schrottplatz. Wegen kleinster Schäden wächst der Müllberg. 1,9 Millionen Tonnen Elektrogeräte werfen wir Deutschen jedes Jahr weg. Viele könnte man reparieren. Aber das wollen die Hersteller nicht – sie profitieren von schnellen Neukäufen. Deshalb gehen die Maschinen immer früher kaputt und Reparaturen werden komplizierter.

Europaweites Recht auf Reparatur

Die EU-Kommission wollte die Verschwendung mit einer neuen Richtlinie beenden: einem Recht auf Reparatur. Haushaltsgeräte sollen künftig leicht zu reparieren sein. Das würde Ressourcen und Geld sparen. Doch bevor das europaweit zum Gesetz wird, mussten erst die EU-Länder zustimmen – auch Deutschland. Die schwarz-rote Regierung sprach sich bis zuletzt nicht klar dafür aus. Ohne Deutschlands Unterstützung drohte der Gesetzesentwurf zu scheitern.

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“Schraube locker” sammelt 106.000 Unterschriften

Die Initiative “Schraube locker!?” forderte von der Regierung, das Recht auf Reparatur zu unterstützen mit WeAct, der Petitionsplattform von Campact. Ihr Anliegen fand große Unterstützung: Über 108.000 Menschen unterzeichneten ihre Petition.

Mit so vielen Unterschriften im Gepäck übergaben die Aktivistinnen von “Schraube locker!?” ihre Petition in Berlin an die SPD-Umweltministerin. Svenja Schulze sicherte ihre Unterstützung zu. Ihr Stimme allein reichte jedoch nicht. Das Wirtschaftsministerium entscheidet ebenso über Deutschlands Position. Also startete die Initiative eine Twitter-Aktion: Mehrere hundert Menschen forderten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) per Twitter dazu auf, das Recht auf Reparatur zu unterstützen!

Leichtere Reparatur ab 2021

Mit Erfolg: Deutschland einigte sich mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten auf einen guten Kompromiss. Ab 2021 müssen viele Geräte leichter zu reparieren sein – unter anderem Kühlschränke. Das bedeutet: Hersteller müssen Ersatzteile vorhalten, Bauteile müssen austauschbar sein und Geräte dürften beim Auseinanderbauen nicht kaputt gehen. Das stärkt die Reparatur-Rechte der Verbraucher/innen – und spart wertvolle Ressourcen.

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Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.

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1 Kommentar

Kommentare sind geschlossen
  1. Es were schön wen man ales reparieren lassen könte
    da gebe es weniger Elektroschrot,aber die Realität siet
    anders aus wen ein Kunde den Kundendiest anruft
    wird meistens gesagt das sich die Reparatur nicht
    mehr lohnt so das der Kunde zum kauf eines neu
    Gerätes gezwungen wird.

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