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Die EU-Kommission hat das gefährliche Totalherbizid Glyphosat in der vergangenen Woche für zehn weitere Jahre zugelassen. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union hätten ein alleiniges Votum der Kommission aufhalten können, aber dafür gab es keine Mehrheit. Auch die deutsche Bundesregierung hat sich enthalten – und das, obwohl Bundesagrarminister Cem Özdemir sich sogar öffentlich gegen das Pflanzenvernichtungsmittel ausgesprochen hat. Einen Tag vor der Abstimmung haben wir Özdemir noch schnell unseren Appell mit über 340.000 Unterschriften überreicht.

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Glyphosat-Verlängerung bis 2033

Landwirtschaftsminister Özdemir hat sich der FDP gebeugt und damit ganz klar den Koalitionsvertrag gebrochen. Denn dort steht schwarz auf weiß, dass Glyphosat Ende 2023 vom Markt genommen werden soll.

Campact-Vorstand Christoph Bautz kommentiert die Glyphosat-Verlängerung wie folgt: „Dieser undemokratische Alleingang der EU-Kommission ist der Sargnagel für unsere Artenvielfalt. Angesichts des massiven Artenverlusts vor unserer Haustür und der nachweislich für unsere Gesundheit schädlichen Wirkung ist die EU-Entscheidung für Glyphosat ein heftiger Skandal. Gleichzeitig markiert der heutige Tag einen Triumph des Chemiekonzerns Bayer über eine nachhaltige sowie zukunftsgerichtete Landwirtschaft.“

Glyphosat vernichtet Artenvielfalt

Dabei gäbe es längst gleichwertige Alternativen für das Totalherbizid. Mechanische Methoden wie Pflügen oder der Einsatz von anderen Geräten, um den Boden aufzulockern, helfen genauso wirksam bei der Unkrautbekämpfung wie Glyphosat. Ihr Vorteil: Sie schaden weder der Artenvielfalt noch unseren Gewässern. Ganz im Gegensatz zu glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln: Sie töten beinahe alle wild wachsenden Pflanzen auf Äckern und vernichten damit Insekten und Feldvögeln die Nahrungsgrundlage. Der Einsatz von Glyphosat ist nachweislich ein Faktor für den Rückgang und das Aussterben von Arten.

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