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Jünger, radikaler und noch skrupelloser als ihr Mutterschiff: Die Junge Alternative (JA), die Nachwuchsorganisation der AfD, ist eng vernetzt im rechtsextremen Milieu. Sie nutzen ungeniert Neonazi-Rhetorik und grölen „Abschiebe-Songs“Der Verfassungsschutz hat die Junge Alternative bereits 2023 als gesichert rechtsextrem eingestuft. 

AfD trennt sich von ihrer Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“

Der AfD wurde das zu heikel. Auf ihrem Parteitag im Januar hat die Partei beschlossen, sich von der JA zu trennen und eine neu gegründete Jugendorganisation enger an sich zu binden. Vermutlich wollte sie einem Verbot ihrer Jugendorganisation zuvorkommen. 

Ihre neue Jugendorganisation, die „Junge Patrioten“, soll noch enger an die Partei angebunden sein, junge Parteimitglieder sollen automatisch auch in der Jugendorganisation Mitglied werden. 

Verbindungen in die Partei reichen tief 

Auch wenn die AfD offiziell Abstand von der Jungen Alternative nimmt – die Verbindungen in die Partei reichen tief und werden auch unter dem neuen Namen tief reichen. Viele JA-Aktive haben in der AfD Karriere gemacht. Im Bundestag arbeiten derzeit etwa 25 Mitglieder der Junge Alternative.

Apolda wehrt sich

An diesem Wochenende versammeln sich Hunderte junge Rechtsextreme zum Bundeskongress der JA in der Thüringer Kleinstadt Apolda. Das Bündnis Buntes Weimarer Land hatte auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, vom Bürgermeister Apoldas gefordert, den Rechtsextremisten die Stadthalle zu entziehen. Über 93.000 Menschen haben die Petition unterzeichnet. Leider ohne Erfolg; der Kongress findet statt.

Petition: Bundeskongress der JA verhindern 

Über 93.000 haben auf WeAct unterzeichnet, um den Bundeskongress des gesichert rechtsextremen Vereins „Junge Alternative“ in der Stadthalle Apolda in Thüringen zu verhindern.

Doch das lokale Bündnis Buntes Weimarer Land will Apolda nicht den rechtsextremen Hetzern überlassen und ruft deshalb zum Protest auf. Die erneuten deutschlandweiten Proteste gegen Rechtsextremismus machen ihnen Mut. Rund 40.000 demonstrierten am Samstag in Köln gegen die AfD, 100.000 in Berlin. Und vor zwei Wochen kamen sogar über 15.000 Menschen in die kleine sächsische Stadt Riesa, um den Bundesparteitag der AfD zu verhindern. 

Rechtsextreme Hetze hat in Apolda keinen Platz

Für die Organisator*innen der Demo ist klar: Rechtsextreme Hetze hat in Apolda keinen Platz. Am Samstag, am Tag des Kongresses, werden sie vor die Stadthalle laut und bunt gegen das Treffen der Rechtsextremen protestieren. Das Bündnis weiß viele lokale Unterstützer*innen hinter sich, von der Apoldaer Punkband bis zum Leichtathletik-Verein. Doch damit der Protest wirklich groß werden kann, zählen sie auch auf Menschen aus dem Umland. 

Apolda liegt nur 30 Minuten von Erfurt, 50 Minuten von Jena und 90 Minuten von Leipzig entfernt. Sei auch Du am Samstag dabei, wenn in Apolda gegen den Bundeskongress der JA protestiert wird. Komm am Samstag zur Demo.

Wann: Samstag, 1.2.2025
Wo: Auf dem Darrplatz (vor der Stadthalle Apolda)

Mehr Infos zum Programm
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