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Quelle: Gabi Horvath / toonpool.com

„2026 wird uns Mut abverlangen.“ Mit diesen Worten hat Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) die „Saison der Reformen“ eingeläutet. Auf dem Arbeitsblatt der Regierung stehen zuerst die Sozialausgaben sowie Kosten für Krankenkassen und Co. Eine Gesundheitsreform muss her, da sind sich Regierung und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einig. Bereits im vergangenen Herbst hatte sie eine Kommission eingesetzt, welche die angestrebten Sparpläne auf Herz und Nieren prüfen sollte.

Nun gehts ran an die Maßnahmen. Wie lässt sich Geld für die klammen Krankenkassen einsparen? Karikaturistin Gabi Horvath wagt einen Blick in die Zukunft. Demnach beschränken sich Leistungen, für die die Krankenkasse aufkommt, zukünftig vielleicht nur noch auf das nötigste: Pürierstab statt Zahnersatz, Lupe statt professioneller Sehhilfe. Wie weit wird die Regierung mit den Kürzungen gehen?

Im vergangenen Jahr hatte die Regierung überlegt, den Pflegegrad 1 abzuschaffen. Mehr Infos dazu liest Du hier:

Gesundheitsreform auf Kosten der Kranken?

Expert*innen zufolge gibt es drei Möglichkeiten, wie die Bundesregierung die Kosten für Krankenkassen und Sozialsysteme reduzieren kann:

  1. Mehr Einnahmen
  2. Weniger Ausgaben
  3. Gelder anders verteilen

Die eingesetzte „Finanzkommission Gesundheit“ soll sich nun anhand dieser drei Ansätze Gedanken machen und Lösungen präsentieren; sowohl kurzfristige, als auch langfristige. Gerade in dem letzten Punkt ließe sich so einiges sparen, meint der Chef der Techniker-Krankenkasse Jens Baas: Schließlich hätten wir aktuell jede Menge Verschwendung im System.

Wo seiner Meinung nach nicht gespart werden sollte: Bei der Gesundheit der Versicherten. Die Beiträge seien ohnehin schon hoch und Einsparungen bei Ärzt*innen und Behandlungen würde zu nur noch mehr Krankheiten und Ausfällen führen. Das wäre sicherlich auch nicht im Sinne der Regierung und von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der sich zuletzt über „zu hohe“ Fehl- und Krankenzeiten beschwert hatte.

Gesundheit und Krankenhäuser erhalten

Kürzungen im Gesundheitssystem treffen oft die medizinische Versorgung direkt vor Ort, zum Beispiel die Krankenhäuser. Überall in Deutschland setzen sich deshalb Bürger*innen für den Erhalt ihrer Krankenhäuser ein. Denn im Notfall brauchen alle Menschen ein Krankenhaus in ihrer Nähe. Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gibt es bereits 15 Petitionen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Schau direkt nach, ob auch Deine Region betroffen ist:

Hier klicken und für Krankenhäuser unterzeichen

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