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Vom Golf von Mexiko bis vor die Küsten Westeuropas und zurück fließt ein riesiges Förderband: die AMOC, die Atlantic Meridional Overturning Circulation (dts.: Atlantische Meridionale Umwälzströmung). Seit Tausenden von Jahren transportiert dieser gigantische Kreislauf warmes, tropisches Oberflächenwasser nach Europa – als Teil eines globalen ozeanischen Umverteilungssystems

Handeln statt aussitzen!

Die AMOC ist von zentraler Bedeutung für das milde Klima in Europa. Neueste Analysen zeigen, dass die Kraft der AMOC bis zum Jahr 2100 mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent um die Hälfte abnehmen wird.

Wir müssen jetzt handeln, um diese Katastrophe abzumildern! Unterzeichne jetzt die WeAct-Petition und appelliere an die Bundesregierung, die Bevölkerung auf den Kollaps vorzubereiten.

Wie eine natürliche Zentralheizung sorgt die AMOC primär für das milde Klima in Europa. Mit einem maximalen Wärmetransport von einer Milliarde Megawatt schlägt die AMOC die Effektivität eines großen Kernkraftwerks mit Links. Das leistet nämlich gerade mal 500 bis 1000 Megawatt. 

Das große Problem ist: Das AMOC-Fließband scheint zu stocken. Damit das warme Wasser absinkt und zurückfließt, muss es kalt und salzig werden. Das passiert eigentlich in der Nähe von Grönland. Aber die Klimakrise bringt das Gleichgewicht durcheinander: Sich erwärmende Ozeane, schmelzende Gletscher, vermehrt Regen in der Antarktis. All das verdünnt das Meerwasser. Leichtes, salzarmes Wasser sinkt schlechter in die Tiefe und schwächt die AMOC.

Was wäre, wenn die AMOC kollabiert?

Bricht die AMOC zusammen, trifft das nicht nur Europa – es verändert das globale Klima. Die Jahreszeiten, wie wir sie in Europa kennen, würden sich massiv verschärfen:

  • Eiskalte Stürme, besonders im Winter;
  • heftige Temperaturschwankungen;
  • weniger Regen, mehr Dürre und Trockenheit.

All das hätte gravierende Auswirkungen auf Landwirtschaft und Mobilität, sowie die Sterberate.  

Für Berlin hieße das konkret bis zu dreimal so viele Tage im Jahr mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die britischen Inseln, die skandinavische Westküste sowie die Inseln im Wattenmeer könnten unter einer großen Eisdecke verschwinden.

Der tropische Regengürtel würde sich verschieben, der Meeresspiegel der nordamerikanischen Ostküste schneller steigen. Der südliche Ozean, der seit Jahrhunderten ein stillschweigender CO₂-Speicher ist, könnte plötzlich anfangen, das CO₂ wieder auszuspucken. Das würde die globale Erwärmung noch weiter anheizen.

Ein Kollaps der AMOC wäre ein Kipppunkt. Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der sich seit 35 Jahren mit der AMOC beschäftigt, äußert zunehmende Sorge, dass dieser Kipppunkt bereits Mitte des Jahrhunderts überschritten werden könnte – „was schon recht bald ist“. Und es würde Jahrtausende dauern, bis das ozeanische Fließband wieder anspringt.

Wie wahrscheinlich ist es, dass die AMOC zusammenbricht?

Das Zusammenbruch-Risiko ist höher als bisher angenommen. Forschende haben Szenarien mit hohen, mittleren und niedrigen Emissionen durchgespielt. Ergebnis: In allen Szenarien mit hohen, sogar in einigen mit mittleren und niedrigen Emissionen verlangsamt sich die AMOC bis zum Jahr 2100 stark und bricht zusammen.

Island hat den möglichen Zusammenbruch der AMOC Ende 2025 als existenzielle Bedrohung und Angelegenheit der nationalen Sicherheit eingestuft. Islands Minister für Umwelt, Energie und Klima, Jóhann Páll Jóhannsson, sagt: „Wir können es uns nicht leisten, erst auf endgültige, langfristige Forschungsergebnisse zu warten, bevor wir handeln.“

Auch der deutsche Bundesnachrichtendienst stuft die kollabierende AMOC als „eine der fünf großen externen Bedrohungen für unser Land“ ein. Eine Erkenntnis, die bisher ohne Konsequenzen blieb. Deshalb hat Indra Gosh eine Petiton auf WeAct gestartet, der Petitionsplattform von Campact. Er fordert die Politik auf, sich endlich mit dem Thema zu beschäftigen, bevor es zu spät ist.

Die Abschwächung der AMOC mit ihren fatalen Folgen für unser Klima darf nicht länger ein Randthema bleiben. Es muss – wie der gesamte Klimawandel – an die oberste Stelle der politischen Agenda!

Indra Ghosh, WeAct-Petent

Überschreiten wir den Kipppunkt der AMOC, gibt es vorerst kein zurück. Prof. Rahmsdorf warnt zudem, dass die bisherigen Standardmodelle das Risiko unterschätzen. Diese berücksichtigen nicht das zusätzliche Süßwasser, welches durch die steigenden Temperaturen aus dem grönländischen Eisschild abschmilzt. Eine Entwicklung, die das AMOC-System weiter schwächen wird. 

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Damit die AMOC Europas mildes Klima weiter schützt, müssen die Emissionen sinken. Das allein verringere das Risiko des Zusammenbruchs erheblich, betont Rahmsdorf.

Gibt es keine einfachere Lösung für die AMOC?

Zwei Forscher aus Utrecht haben eine ungewöhnliche Idee: einen 80 Kilometer langen Damm quer durch die Beringstraße – die Meerenge zwischen Russland und Alaska. Er soll den Süßwasser-Zustrom stoppen, den Salzgehalt stabilisieren und die AMOC am Laufen halten. Einfach, oder?

Nicht ganz. Zwar existierte bis vor etwa 12.000 Jahren eine solche natürliche Landbrücke. Auch technisch wäre der Damm machbar. Doch die Hürden sind enorm. Die Beringstraße ist nicht nur eine wichtige Schiffsroute, sondern auch eine existenzielle Lebensader für Meerestiere. Die Forscher selbst bezeichnen ihre Idee als „hauptsächlich konzeptionell“ – nicht als Handlungsplan. Stattdessen lautet auch ihre Empfehlung: weniger CO₂ in die Atmosphäre pusten.

Wir müssen JETZT handeln, um die Katastrophe abzumildern! Gänzlich verhindern können wir sie nicht mehr.

Indra Ghosh, WeAct-Petent

Fordere jetzt Carsten Schneider (Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) sowie Bundeskanzler Friedrich Merz auf, die Bevölkerung auf den AMOC-Kollaps vorzubereiten!

Unterzeichne die Petition

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