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Den Weltraum besiedeln, dort leben, Städte auf dem Mars bauen und mithilfe der Sonnenkraft eine „nach Wahrheit strebende KI“ erschaffen, um das „Licht des Bewusstseins zu den Sternen zu tragen“: Was nach Star Trek, Hyperraum und Lichtschwertern klingt, steht so im 277 Seiten langen Börsenprospekt von SpaceX

Am Freitag, 12. Juni, startete das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk an der Technologiebörse Nasdaq – und zwar deutlich über dem Ausgabepreis. Also dem ersten festgelegten Kaufpreis, bevor die Aktie überhaupt an der Börse handelbar ist. 

Für Elon Musk hat sich der Börsengang ganz schön gelohnt. Er hält nicht nur 80 Prozent der stimmberechtigten Anteile von SpaceX, sondern ist auch CEO und Vorstandsvorsitzender zugleich.

Elon Musk: Billionär auf einen Schlag

Das bedeutet in Zahlen: Musk nahm auf einen Schlag 75 Milliarden Dollar ein. SpaceX wird mit rund 1,8 Billionen Dollar bewertet. Das ist fast doppelt so viel wie Coca-Cola, Netflix und Disney zusammen. Oder im Größenvergleich: Der gesamte Deutsche Aktienindex DAX auf einmal. Es ist nicht nur der größte Börsengang der Geschichte. Elon Musk ist nun auch der erste Billionär

Dieser absurder Reichtum erinnert ein wenig an Dagobert Duck. Den stinkreichen, alten Greis aus Entenhausen, der täglich in seinem Geldspeicher badet. Diesen Gedanken greift auch Karikaturist Harm Bengen auf. Darin beobachtet ein älteres Ehepaar etwas gelangweilt eine startende SpaceX-Rakete, wobei die Frau vermutet: „Ich glaube, Elon Musk hat einen riesigen Geldspeicher auf dem Mond und braucht dafür diese monströsen Transportraketen.“ 

Was bedeutet überhaupt Billionär? 

Manche Summen kann das Gehirn nicht fassen. Aber wie viel eine Billion Euro wirklich sind, zeigt sich an einer einfachen Frage: Wie lange muss eine Person, die in Deutschland Mindestlohn verdient, arbeiten, um eine Billion Euro auf dem Konto zu haben? 

Bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 Euro und einer Vollzeitstelle von 40 Stunden pro Woche müsste die Person 37,5 Millionen Jahre arbeiten. Das ist etwa von der Steinzeit bis ins heutige Zeitalter. Steuern und Lebenshaltungskosten nicht mit eingerechnet.

Wachsende Vermögensungleichheit

Wer arm ist, bleibt arm. Wer reich ist, wird noch reicher. Und die Chancen auf sozialen Aufstieg nehmen immer weiter ab. Deutschland hat zwar keinen Billionär, aber laut einem Ungleichsbericht der Organisation Oxfam die viertmeisten Milliardär*innen weltweit. Und doch leben auch hierzulande ein Fünftel der Menschen in Armut. 

Dazu sind die öffentlichen Kassen leer: Marode Infrastruktur, steigende soziale Ungleichheit, riesige Löcher im Gesundheitssystem. Mögliche Hebel wären höhere Abgaben auf großes Einkommen und Vermögen, Kapitalbesitzer*innen nicht begünstigen und Erbschaften stärker besteuern. Kurz: Reiche Menschen in die Pflicht nehmen.


Zwei Familien in Deutschland besitzen mehr Geld als die ärmere Hälfte der gesamten Bevölkerung. Trotzdem profitieren reiche Menschen vom deutschen Steuersystem. Das findest auch Du nicht fair? Dann unterzeichne die Petition, um Milliardäre höher zu besteuern.

Unterzeichne für eine angemessene Vermögens- und Erbschaftssteuer

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