WM in Katar: Über 100.000 Menschen für Boykott

Verden/Frankfurt am Main, 16. Dezember 2021. Über 100.000 Bürgerinnen und Bürger unterzeichneten bislang die WeAct-Petition “Boykott der Fußball WM 2022 in Katar” an den DFB. Am Donnerstagvormittag überreichte der Petent in einem virtuellen Austausch die Unterschriften an den DFB. “Ein aktueller Bericht von Amnesty International zeigt, dass sich die Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern in Katar seit der WM-Vergabe nicht, wie von offizieller Seite versprochen, verbessern. Als Fußballfan kann ich davor nicht die Augen verschließen. Gleiches erwarte ich vom DFB: Der DFB muss mit einem Boykott Menschenrechte über den Profit stellen”, erklärt Petent Henning Uekötter.

Einem Bericht von Amnesty International zufolge kamen seit der WM-Vergabe an Katar circa 15.000 Gastarbeiter ums Leben. Laut Nicholas McGeehan, Direktor der Organisation Fairsquare Research, ist zudem bei fast 70 Prozent dieser Todesfälle die Ursache nicht geklärt. “Der DFB trägt Verantwortung: gegenüber den Fußball-Fans und den Gastarbeitern. Dass er angesichts der gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Katar zumeist schweigt und an der WM-Teilnahme festhält, zeigt, wo seine Prioritäten liegen. Es wäre ein wichtiges Signal, wenn der DFB sein Gewicht nutzt und sich für einen Boykott ausspricht”, betont Annika Liebert, Campaignerin bei WeAct.

Zur WeAct Petition (mit aktueller Zahl der Unterschriften):

https://weact.campact.de/petitions/boykott-der-fussball-wm-2022-in-katar-1