In 319 Orten: 821.000 Menschen auf der Straße gegen Rechtsextremismus

Verden/Berlin, 28. Januar 2024. An diesem Wochenende demonstrierten bundesweit mindestens 821.000 Menschen in 319 Orten gegen die AfD und rechtsextremistische Netzwerke (Stand: 17:00 Uhr, Rückmeldungen von 30 Orten stehen noch aus). Am heutigen Sonntag fanden in über 65 Städten Kundgebungen statt. Dabei riefen vor allem kleinere Städte zum Protest auf, darunter zahlreiche kleinere ostdeutsche Orte. In Rangsdorf etwa kamen 400 Menschen zusammen, in Demmin 250 und in Lübben 450. Allein in Hamburg folgten heute 100.000 Bürger*innen dem Demo-Aufruf. Gestern protestierten bereits mindestens 542.000 Menschen, zum Beispiel circa 200 in Döbeln, über 2.000 in Weimar und 100.000 in Düsseldorf. Freitags gingen 99.000 Menschen auf die Straße.

Die Bürger*innen wollen damit weiter ein aktives Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit setzen. Auch dieses Wochenende wurden die zahlreichen Demonstrationen vor Ort von einer Vielfalt an Bündnissen und Einzelpersonen organisiert. Ganz viele Menschen haben dabei zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kundgebung gestartet. 

“Die Massenproteste gegen die AfD und den Rechtsruck sind die größten, die in diesem Land je stattgefunden haben. Das Besondere: Dieses Wochenende gab es vorwiegend in kleineren Städten und Dörfern Kundgebungen, gerade auch in Ostdeutschland. Damit stellen sich die Menschen der AfD dort entgegen, wo die Partei am stärksten ist. Deutschland erlebt in diesen Tagen einen Aufstand aus der Mitte der Gesellschaft heraus. Und er zeigt erste Erfolge. In allen Umfragen verliert die AfD teils deutlich. Denn durch die Proteste wird immer mehr Wähler*innen die rechtsextreme Gesinnung der Partei deutlich. Die Bilder der Demonstrationen machen Mut für die kommenden Monate. Sie sind aber auch ein Warnruf an die demokratischen Parteien, endlich entschiedener gegen die AfD und Rechtsextremismus vorzugehen”, kommentiert Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact.

Die Demonstrierenden forderten unter anderem, dass die Politik Verfassungsfeinde mit den notwendigen demokratischen Mitteln bekämpfen müsse. Zusätzlich appellierten sie an die demokratischen Parteien, keine Mehrheiten und keine Regierung mit der AfD zu formen, weder auf kommunaler Ebene, noch auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene. 

In die Gesamtzahlen u.a. eingeflossene Teilnehmer*innenzahlen finden sich hier:
https://campact.org/zahlen-demos-26-28-jan

Auf folgender Website ist ebenfalls eine Übersicht aller Demonstrationen gelistet: https://zusammen-gegen-rechts.org 

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