Verden/Berlin, 15. Februar 2024. Die Kampagnen-Organisation Campact feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Der Verein hat inzwischen 3,5 Millionen Unterstützer*innen und ist aktuell einer der zentralen Akteure der Protestwelle gegen die AfD. Im Jahr 2004 gründeten Christoph Bautz, Dr. Felix Kolb und Günter Metzges Campact und brachten Online-Petitionen aus den USA nach Deutschland. Sie schufen damit einen neuen Weg für Bürger*innen, sich politisch einzubringen. Längst geht das Engagement der Campact-Unterstützer*innen über das Internet hinaus. Zu wichtigen politischen Ereignissen startet Campact regelmäßig gemeinsam mit Hunderttausenden Menschen Kampagnen und schmiedet breite Bündnisse – digital und auf der Straße. So organisierte Campact kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in Berlin eine Großdemonstration mit rund 500.000 Menschen, eine der größten Demonstrationen, die es in Deutschland je gab. Und auch jetzt mobilisiert Campact Millionen Menschen gegen die AfD und rechtsextreme Netzwerke.

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact: “Hinter Campact stehen mehr als drei Millionen Menschen. Sie alle wollen Politik bewegen und treten für einen ökologischen, sozialen und demokratischen Wandel in unserer Gesellschaft ein. Die Erfolge von Campact der letzten 20 Jahre zeigen, dass wir auf die Politik Einfluss nehmen können, wenn wir gemeinsam die Stimme erheben. Das nationale wie internationale Erstarken von Rechtsextremen macht das Engagement von Campact wichtiger denn je.”

Dr. Felix Kolb, Geschäftsführender Vorstand von Campact, ergänzt: “Angesichts der weiterhin hohen Zustimmungswerte für die AfD ist es im Wahljahr 2024 unser zentrales Ziel, den Protest gegen Rechtsextremismus zu stärken. Wir werden uns dafür einsetzen, dass noch mehr zivilgesellschaftliche Strukturen für Demokratie und Menschenrechte entstehen können. Wir nehmen die demokratischen Parteien in die Pflicht, ihrerseits alles zu tun, um den Aufstieg der AfD zu verhindern.”

Campact wird von einer paritätischen Viererspitze geleitet – neben Bautz und Kolb sind Dr. Astrid Deilmann und Daphne Heinsen Geschäftsführende Vorständinnen. Die größten politischen Erfolge, zu denen Campact mit seinen Kampagnen beitragen konnte, waren das Verbot von Gentechnik auf den Feldern in Deutschland im Jahr 2017, die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten im Jahr 2022 und der 2023 vollzogene Atomausstieg. Den erfolgreichsten Online-Appell von Campact unterzeichneten zwei Millionen Menschen gegen TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, ist die aktuelle Petition des Düsseldorfer Indra Ghosh zum Grundrechte-Entzug für Björn Höcke mit 1,7 Millionen Unterschriften die erfolgreichste Privat-Petition, die es in Deutschland je gab.

Campact verzichtet auf öffentliche Fördermittel und Kooperationen mit Unternehmen und finanziert sich zum größten Teil aus Spenden und Förderbeiträgen von Privatpersonen sowie in geringem Umfang aus Geldern von Stiftungen. Im Jahr 2022 beliefen sich die Einnahmen auf 14,2 Millionen Euro, knapp 70 Prozent stammen davon aus regelmäßigen Förderbeiträgen.

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