Aufruf: Zukunft statt Gas – gemeinsam für die Energiewende!
Egal ob wir im WG-Zimmer zur Miete wohnen oder eine eigene Heizung im Keller haben, wir alle brauchen saubere, sichere und bezahlbare Energie. Aber obwohl klimafreundliche Lösungen vorhanden sind, setzt Wirtschaftsministerin und Gas-Lobbyistin Katherina Reiche voll auf klimaschädliches Gas. Gleichzeitig sabotiert sie den Ausbau von erneuerbaren Energien und anderen klimafreundlichen Technologien wie Wärmepumpen oder Batteriespeichern. Dabei heizt fossiles Gas die Klimakrise an und macht uns abhängig und erpressbar von Akteuren wie Trump und Putin. Gas gefährdet die Gesundheit der Menschen in den Förderregionen, verstärkt globale Ungerechtigkeiten und wird absehbar immer teurer. Dagegen wehren wir uns!
Raus aus der fossilen Falle – unsere Zukunft steht auf dem Spiel
Die Regierung nimmt mit ihrer Sabotage der Energiewende sehenden Auges in Kauf, dass eine warme Wohnung für viele Menschen in Zukunft unbezahlbar wird.
Statt die Erneuerbaren Energien mit aller Kraft voranzubringen und entschlossen in Netze und Speicher zu investieren, will Reiche Milliarden in neue Gaskraftwerke stecken, die noch für Jahrzehnte klimaschädliches Gas verbrennen dürfen.
Allein in NRW sind bereits sechs neue Gaskraftwerke geplant – eins von ihnen: Das Kraftwerk Gersteinwerk bei Hamm. Diese Pläne zeigen, wohin Reiches Politik führt: Wo eben noch die Kohleschlote rauchten, will RWE jetzt massiv klimaschädliches Gas verfeuern – und dafür Subventionen scheffeln.
Gegen diese falsche Energiepolitik der Bundesregierung kommen wir am Samstag, den 30. Mai 2026 in Hamm als große Bewegung für Energiewende und Klimagerechtigkeit zusammen. Wir ziehen vor das Gersteinwerk und bilden dort das größte menschliche Windrad der Welt. Gegen die Gaspolitik von Katherina Reiche setzen wir die Erneuerbaren und fordern von der schwarz-roten Regierung:
- Schluss mit der Abhängigkeit! Weg vom Gas! Nur erneuerbare Energien machen uns unabhängig von Kriegen, explodierenden Preisen und den Launen von Autokraten wie Trump.
- Echte Wärmewende: Das Gebäude-Energie-Gesetz darf nicht zum „Gasheizungs-Gesetz“ aufgeweicht werden. Mieter*innen brauchen Schutz vor der Kostenfalle!
- Erneuerbaren-Turbo statt Bremse: Massive Erhöhung des Ausbautempos für Wind und Solar – JETZT!
Kommt mit uns auf die Straße und zeigt der Regierung, dass wir keine Politik von vorgestern für eine Welt von morgen akzeptieren!
Im ganzen Land wird in diesem Frühjahr gegen Reiches Politik protestiert und demonstriert. Am 30. Mai kommen wir schließlich in Hamm als große Bewegung für Energiewende und globale Klimagerechtigkeit zusammen.
Seid dabei, bringt Eure Banner mit, Eure Freund*innen, Familien und Mitstreiter*innen – und Eure Entschlossenheit. Lasst uns gemeinsam für eine schnelle Energiewende und gegen eine Politik für fossile Großkonzerne demonstrieren!
Die Demonstration wird organisiert von:
Unterstützende Organisationen:
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Häufig gestellte Fragen
Die Bundesregierung und die Energiekonzerne wollen das östliche Ruhrgebiet rund um Hamm zum Hotspot des fossilen Gasausbaus machen. Dort sollen gleich drei der geplanten neuen Groß-Gaskraftwerke entstehen. Besonders das Gersteinwerk (RWE) nahe Hamm, Zielort der Demonstration, steht symbolisch für die katastrophale Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung: Dort wurde das alte Kohlekraftwerk schon längst eingemottet und auch ein Gasblock läuft nur noch im Reservebetrieb. Jetzt wollen Reiche und RWE das fossile Zeitalter mit einem großen neuen Gaskraftwerksblock wieder aufleben lassen.
Darum kommen in Hamm Ende Mai, nach einem Frühjahr der dezentralen Proteste, die Bewegungen für Energiewende und Klimagerechtigkeit zusammen. Wir protestieren gegen diese Pläne und für eine gerechte Energiewende: Vom 27. bis 31. Mai findet das Hammer Klimacamp statt und am Samstag, den 30. Mai unsere Demonstration „Zukunft statt Gas“.
Hamm ist aus allen Richtungen gut per Bahn erreichbar. Wir werden kostenlos nutzbare Shuttle-Busse von Hamm Hbf zum Startort der Demo anbieten. Informationen zu gemeinsamen Bahnanreisen aus dem Raum NRW folgen hier in den nächsten Wochen.
Aus verschiedenen weiter entfernten Städten wird es zudem organisierte Busanreisen geben. Informationen zu den Bussen, Tickets etc. veröffentlichen wir in den nächsten Wochen auf dieser Seite.
Für alle, die eigenständig anreisen wollen: Die genaue Demonstrationsroute steht noch nicht fest. Wir kommunizieren den Startort rechtzeitig hier.
Wenn Du aus Deiner Stadt eine Anreise mitorganisieren möchtest, melde dich bitte bei anreise@zukunftstattgas.de!
Die Demonstration „Zukunft statt Gas“ am 30. Mai in Hamm wird organisiert von einem Trägerkreis aus Campact, Fridays for Future, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace. Weitere Organisationen (siehe oben) unterstützen den Aufruf.
Am 30. Mai veranstalten Campact, Fridays for Future, der BUND und Greenpeace in Hamm die Demonstration „Zukunft statt Gas“.
Vom 27. bis 31. Mai findet das Hammer Klimacamp statt.
Für den 28. bis 30. Mai kündigt das Bündnis Ende Gelände Protestaktionen im Ruhrgebiet an.
Diese Veranstaltungen gegen den Ausbau von Gaskraftwerken in der Region werden jeweils von unterschiedlichen Organisationen und Gruppen ausgerichtet. Der Trägerkreis von „Zukunft statt Gas“ ist ausschließlich für die Demonstration am 30. Mai verantwortlich.
Es braucht Investitionen in Stromnetze und Speicher, um diese für 100% erneuerbare Energien zu rüsten. In einem großflächig integrierten Stromnetz mit einer Bandbreite von Speichermöglichkeiten und flexibilisierter Stromnutzung ist das möglich. Statt diese Möglichkeiten zu nutzen und Stromnetzbetreiber dabei zu verpflichten und zu unterstützen, möchte Wirtschaftsministerin Reiche ihnen erlauben, erneuerbaren Energien den Netzanschluss zu verweigern. Die Konzepte dafür lässt sie sich direkt von Netz- und Kraftwerksbetreibern liefern. Die Energiewende muss jetzt konsequent fortgeführt werden, statt sie mit fadenscheinigen Argumenten zu sabotieren!