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Und wieder ein Stadtwerk ausgestiegen: Auf den letzten Metern zur Entscheidung kommen der Projektgesellschaft aus Stadtwerken für ein Kohlekraftwerk in Krefeld die Gesellschafter abhangen. In zwei Tagen wird entschieden, ob in Krefeld ein Gas- anstelle eines klimaschädlichen Kohlekraftwerks gebaut wird – da steigt schon wieder ein kommunales Unternehmen aus. Die Stadtwerke Soest kehren dem Klimakiller in Krefeld den Rücken und wollen stattdessen ihre Kund/innen nur noch mit Ökostrom versorgen.

Keine Kohle für Kohle

Anlass, den Ausstieg öffentlich zu machen war eine Protest-Aktion, die wir gestern zusammen mit der BUNDJugend NRW in Soest durchgeführt haben: Rund 20 Aktive versammelten sich vor dem Kundenzentrum der Stadtwerke Soest, um über 7.000 Unterschriften für ein flexibleres Gas- anstelle des trägen und emissionsintensiven Kohlekraftwerks zu überreichen. Paralell fanden Aktionen in Jena und Ulm statt, deren Stadtwerke ebenfalls das Geld der Bürger/innen in ein Kraftwerk stecken wollten, das noch 30 bis 40 Jahre lang jedes Jahr so viel CO2 produzieren würde, wie die gesamte Stadt Nürnberg.

Keine Kohle für Kohle

Ob sich inzwischen genug Stadtwerke überzeugen haben lassen, lieber in ein Gas- als in ein Kohlekraftwerk zu investieren, wird sich am übermorgigen Donnerstag zeigen: Dann treffen sich die Stadtwerke auf der Baustelle eines anderen Trianel-Kohlekraftwerks in Lünen, um daüber zu befinden, ob sie anstelle eines Kohlekraftwerk lieber das Gaskraftwerk vorantreiben. Zur Entscheidung werden wir noch einmal mit unserem fünf Meter hohen Kohlosaurus – halb Kraftwerk, halb Dinosaurier – vor Ort sein, um auch die letzten Stadtwerke umzustimmen. Kommen Sie zur Aktion!

PS: Herzlichen Dank an Sunfried Jena, BUND Ulm, BUNDJugend NRW und alle Aktiven für die Aktionsunterstütztung!

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1 Kommentar

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  1. Klingt ja gut, wie bei diesem Thema einer nach dem andern das Handtuch wirft weil die wohl gemerkt haben, dass Kohlestrom genau wie Atomstrom „out“ ist und sie sich damit unbeliebt machen würden. Was wiederum dazu führen würde, eine beträchtliche Anzahl an Kunden zu verlieren.

    Und wenn man die Kunden dann auch noch ausschließlich mit Ökostrom beliefert, stört’s die nicht so, wenn die Preise nicht ganz unten sind. Also auch wirtschaftlich gesehen eine richtige Entscheidung.

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