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Heute wird der Pariser Klimavertrag bei der UN in New York unterzeichnet. Tatsächlich verfolgt der Vertrag ambitionierte Ziele: Die Welt beschließt damit die Energiewende. Doch wie kann Deutschland diese Klimaziele erreichen? Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Bürger/innen hat dazu eine klare Meinung.

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Deutliche Mehrheiten fordern Kohleausstieg und Frackingverbot

Die Zahlen sprechen für sich: bei einer repräsentativen Umfrage befürworten 93 Prozent der befragten Bürger/innen, dass Deutschland sich zum globalen Klimaschutz verpflichtet hat. Jetzt müssen Taten folgen. Nur durch große Anstrengungen lassen sich die Zielsetzungen des Pariser Klimavertrages umsetzen. Zwei zentrale Umweltaspekte spielen dabei eine entscheidende Rolle: der Kohleausstieg und das Fracking-Verbot. Die bundesdeutsche Bevölkerung hat dazu eine klare Meinung. Denn 72 Prozent fordern ein Gesetz zu einem schrittweisen Kohleausstieg. Sogar 80 Prozent der Befragten wollen, dass Fracking in Deutschland verboten wird, um das Paris-Abkommen umzusetzen. Ähnlich sieht dies auch unter den jeweiligen Parteianhängern/innen aus. Eine deutliche Mehrheit spricht sich für einen schrittweisen Kohleausstieg und ein Fracking-Verbot aus. 

So muss es mit dem Klimaschutz in Deutschland weitergehen

Das vorrangige Ziel des Klimavertrags ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Wenn die Bundesregierung den Klimavertrag ernst nimmt, muss sie jetzt die Erneuerbaren Energien ausbauen, den Kohleausstieg klarmachen und ein Fracking-Verbot anpacken. Doch anstatt diese Schritte offensiv anzugehen, verzögert die Bundesregierung ganz bewusst den Kohleausstieg, will Fracking erlauben und bremst die Erneuerbaren aus. Zwischen ihren Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen und den Taten der Bundesregierung in Deutschland, herrscht eine große Lücke. Die Bundesregierung sollte auf die Meinung der Bevölkerung hören: der Kohleausstieg und ein Fracking-Verbot sind längst überfällig!

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Autor*innen

Linda Neddermann, Jahrgang 1988, ist gebürtige Bremerin, Politikwissenschaftlerin und Tierschützerin. Seit 2016 arbeitete sie bei Campact. Von 2011-2015 war sie Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit den Schwerpunktthemen Jugendpolitik, Tierschutz und Strategien gegen Rechtsextremismus. Danach war Linda bei der Kinderhilfsorganisation „Aktion Hilfe für Kinder“ für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat ihr Studium der Politikwissenschaft an der Uni Bremen abgeschlossen. Alle Beiträge

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