Feminismus Steuern und Finanzen Demokratie Digitalisierung Campact Service Medien Pressefreiheit Künstliche Intelligenz Antirassismus
Das Bild zeigt die Karikatur "Kindergrundsicherung" von Karikaturist Martin Erl.
Quelle: Erl / toonpool.com

Das Projekt ist im Koalitionsvertrag verankert, eigentlich sollten sich alle Ampel-Parteien hier also einig sein – doch jetzt sorgt die Kindergrundsicherung für Konflikte. Die geplante finanzielle Unterstützung ist ein Vorzeigeprojekt von Familienministerin Lisa Paus (Grüne). Sie soll das Kindergeld ersetzen und von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr die Versorgung des Kindes sichern. Finanzminister Christian Lindner (FDP) stellt sich gegen die Kindergrundsicherung: Es gebe wenig finanziellen Spielraum, und für Eltern sei bereits einiges getan worden. Denn schließlich wurde ja das Kindergeld erhöht.

Welche Reformen die Ampel beim Elterngeld vorhat, liest Du hier:

Im Internet erntet Lindner Kritik für diese Aussage. Auch Karikaturist Martin Erl greift mit seiner Karikatur die Thematik auf und zeigt, wo anscheinend die wirklichen Prioritäten der FDP liegen.

Wenn Christian Lindner keinen Spielraum für die Kindergrundsicherung sieht, sehe ich keinen Spielraum für Christian Lindner.

Mareice Kaiser auf Twitter

Die Kinderarmut in Deutschland ist auf problematischem Niveau. Einer aktuellen Studie zufolge ist mehr als jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Dazu kommen Inflation, Pandemie und Energiekrise. Und: Kinder sind von ihren Eltern abhängig. Ist das Geld knapp, hat das auch Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder. Lindner verweist auf das erhöhte Kindergeld – das kommt aber nicht bei allen an (zum Beispiel bei Familien mit SGBII-Bezug, dem Bürgergeld) und vermeidet eben keine Armut. Deswegen plant Paus eine Zweiteilung: Einen Grundbetrag, der mindestens die Höhe des Kindergeldes hat, plus einen Zusatzbeitrag, der abhängig ist vom Einkommen der Familie.

Die FDP setzt für die Haushaltsplanung statt bei den Kindern woanders an – bei der Infrastruktur (was für sie gleichbedeutend mit Autobahnen zu verstehen ist), der Bundeswehr und der Digitalisierung. Also alles wie immer bei der Blockade-FDP, die sich in erster Linie für die Interessen ihrer Lobbys einsetzt.

Neben Kindergrundsicherung: Reform des Kinderkrankengeldes nötig

Die Kindergrundsicherung ist ein wichtiges Thema in der Familienpolitik. Eine weitere Entlastung für Eltern wäre es, wenn das Kinderkrankengeld ebenfalls reformiert würde. Corona, nie-enden-wollende Grippewellen oder umgehende Magen-Darm-Infekte sind ohnehin schon belastend für die Familien. Eine vereinfachte Regelung für das Kinderkrankengeld würde Familien einiges an Stress ersparen.

Dafür setzt sich die Mutter Larissa Strohbusch auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, ein. In ihrer Petition fordert sie, dass Eltern erst ab dem dritten Fehltag eine Krankmeldung für ihr Kind vorlegen müssen, das Kinderkrankengeld das volle Gehalt betragen muss und nicht limitiert sein darf. Unterzeichne auch Du ihre Petition.

Klicke hier, um für eine Reform des Kinderkrankengeldes zu unterzeichnen

Autor*innen

Appelle, Aktionen, Erfolge und weitere Themen aus dem Campact-Kosmos: Darüber schreibt das Campact-Team. Alle Beiträge

Auch interessant

Montagslächeln Campact-Team Montagslächeln: Elon Musk ist Billionär Mehr erfahren
Ostdeutschland Juli Katz 3 Minuten Einsamkeit in Neustrelitz Mehr erfahren
Energie Campact-Team Montagslächeln: Reiche und Ventilatoren Mehr erfahren
Bildung Campact-Team Montagslächeln: Deutschland vergisst seine Kinder Mehr erfahren
Montagslächeln Campact-Team Montagslächeln: Entlastungsprämie scheitert im Bundesrat Mehr erfahren
Erfolg WeAct-Team Teilerfolg: Mieterschutz im geplanten Heizungsgesetz  Mehr erfahren
Migration Campact-Team Montagslächeln: „Lösungen für die Migration“ Mehr erfahren
Energie Campact-Team Montagslächeln: Vertrauen beim Tankrabatt Mehr erfahren
Gesundheit Campact-Team Gesundheitsreform auf Deine Kosten Mehr erfahren
Montagslächeln Campact-Team Montagslächeln: Ein Wal für Deutschland Mehr erfahren

Campact als Deine Lieblingsquelle

Du willst etwas dafür tun, dass politische Analysen und progressive Nachrichten im Vordergrund stehen? Dann füge Campact über die neue Google-Funktion als bevorzugte Quelle hinzu. So werden Dir unsere neuesten Beiträge schneller angezeigt. Klicke dazu auf diesen Link und setze einen Haken. Wichtig: Du musst dafür mit Deinem Google-Konto angemeldet sein.

Verzichtest Du lieber auf Google? Dann suche uns gern über Ecosia oder andere alternative Anbieter.