Über 137.000 Menschen für Abbiege-Assistent / Video einer Überlebenden
Video: Überlebende Janine Schulz fordert Abbiege-Assistent
Automatische Abbiege-Assistenten warnen LKW-Fahrerinnen und -fahrer beim Abbiegen akustisch vor Objekten im toten Winkel und können Notbremsungen einleiten. Zuverlässige Anlagen kosten etwa 1.500 Euro. Sie würden Unfälle, wie ihn Janine Schulz erlebt hat, vermeiden. Als sie die Straße überquerte, stoppte der LKW nicht, sondern fuhr über Beine und Hüfte. Zwei Wochen künstliches Koma, 20 Operationen und ein Jahr Krankenhausaufenthalt waren die Folge. Schmerzen hat sie immer noch.
“Ich fordere Minister Scheuer persönlich auf, den Abbiege-Assistenten zur Pflicht zu machen”, sagt Schulz und spricht damit für die über 137.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner – unter ihnen auch viele weitere Betroffene.
Doch aus dem CSU-Ministerium ist dazu nichts zu hören. Obwohl mehrfach angefragt, gibt es für die Übergabe der WeAct-Petition noch keinen Termin. Der Tag der Verkehrssicherheit am Samstag wäre ein guter Anlass gewesen.
Der Bundesrat, die Länderkammer, hat vorgelegt. Gerade letzte Woche hat er die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU- und internationaler Ebene dafür einzusetzen, dass Abbiege-Assistenten sowohl in den Typengenehmigungs-Vorschriften für Lkw ab 7,5 Tonnen als auch über Nachrüstpflichten vorgeschrieben werden. Auch im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung eine Abbiege-Assistenten-Pflicht vereinbart. Jetzt ist Verkehrsminister Andreas Scheuer gefragt.
Aktion des VCD am Samstag: #StopptDenStraßentod
WeAct ist die Petitionsplattform von Campact, auf der Bürgerinnen und Bürger eigene Online-Appelle starten können. Campact ist eine Bürgerbewegung, mit der 1,9 Millionen Menschen für progressive Politik streiten.