Frankfurt/Verden, 20. Dezember 2019. Schon über 30.000 Menschen haben bei Campact Plakate und Aufkleber mit dem Schriftzug “Respekt! Kein Platz für Rassismus” bestellt. Sie reagieren damit auf eine Drohung der AfD, gegen das Respekt!-Schild am Frankfurter Rathaus zu klagen. Es widerspreche dem Neutralitätsgebot. Nun wird in Deutschland tausendfach ein Zeichen gesetzt, dass gegenseitiger Respekt nichts mit Herkunft oder Hautfarbe zu tun hat, sondern zu den Grundsätzen einer freiheitlichen Gesellschaft gehört. 

Reaktion auf AfD-Drohung

“Die Zahl der Bestellungen zeigt, dass die Drohung der AfD komplett nach hinten losgeht. Sich für Respekt auszusprechen, hat mit dem parteipolitischen Neutralitätsgebot nichts zu tun”, sagt Felix Kolb, geschäftsführender Vorstand von Campact. “Rassisten sind gerade nicht neutral und es ist bezeichnend, dass die AfD sich durch das Schild angesprochen fühlt.” Am vergangenen Samstag hatte die Bürgerbewegung Campact ihre über zwei Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer angeschrieben und über die Aktion informiert. Bis 2. Januar können die Plakate und Aufkleber noch bestellt werden, um Laptops und Fensterscheiben, Sportvereine, Gemeindehäuser oder Kindergärten zu schmücken.

Rassisten sind nicht neutral

Das Schild am Frankfurter Rathaus ist eines der Initiative “Respekt! Kein Platz für Rassismus”, die von der IG Metall unterstützt wird. “Dass es der AfD an Respekt fehlt, ist uns seit langem bekannt“, kritisiert Michael Erhardt von der IG Metall Frankfurt. “Die richtige Antwort wäre, die Respekt-Schilder an jedes Ortseingangsschild der Stadt Frankfurt zu hängen und damit zu zeigen, dass Rassismus in dieser Stadt nichts zu suchen hat.” Erst im Oktober fand die Initiative auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg großen Anklang und wurde unter anderem von Susanne Ferschl (DIE LINKE), Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN), Klaus Barthel, Björn Böhning und Lars Klingbeil (SPD) sowie Hermann Gröhe (CDU) unterstützt. Die Initiative setzt sich seit Jahren gegen Rechtspopulismus und Rassismus ein und hat unter anderem Materialien für einen Azubi-Workshop und einen “Schnellcheck AfD” entwickelt. 

Seit fünf Jahren hängt das Respekt!-Schild am Frankfurter Rathaus. Die AfD will dagegen klagen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) stellt sich dagegen: “Frankfurts Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bleibt, er ist Teil unserer Stadtidentität.” Er sei bereit, den Streit vor Gericht klären zu lassen.

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