Klimablockierer und Rechtsaußen abwählen: Campact startet sechs Erststimmen-Kampagnen

Verden, 2. September  2021. Rund vier Wochen vor der Bundestagswahl weist die Bürgerbewegung Campact e.V. auf die Bedeutung der Erststimme hin. Sie bestimmt, welche Kandidatinnen und Kandidaten direkt in den Bundestag einziehen. Während manche Abgeordnete auch über die Landesliste ihrer Partei abgesichert sind, müssen andere ihren Wahlkreis unbedingt direkt gewinnen. Das eröffnet die Chance, den Einzug einzelner Abgeordneter zu verhindern: So stellt sich Campact vehementen Klimaschutz-Blockieren wie Thomas Bareiß entgegen. Zugleich geht es in einigen Wahlkreisen darum, den Einzug rechter oder rechtsextremer Direktkandidaten wie Hans-Georg Maaßen oder Hans-Jürgen Irmer zu verhindern. 

Sechs Wahlkreise in denen Erststimme besonders signifikanten Unterschied macht

Mithilfe einer strategischen Analyse hat Campact aus 299 Wahlkreisen sechs herausgearbeitet, in denen die Vergabe der Erststimme Ende September einen besonders signifikanten Unterschied macht: Hannover Land II (47), Leverkusen/Köln IV (101), Dresden I (159), Lahn-Dill (172), Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg (196) und Zollernalb-Sigmaringen (295). Bei den Wahlkreisen Dresden und Leverkusen mobilisiert Campact für Katja Kipping (Linke) und Karl Lauterbach (SPD). In Dresden geht es darum, einen Direktmandat-Sieg des rechtsextremen AfD-Kandiaten durch die strategische Vergabe der Erststimme für Kipping zu vereiteln. In Leverkusen will Campact den Einzug von Lauterbach über das Direktmandat erreichen, da dieser nicht über einen Listenplatz abgesichert ist.

Kampagne macht auf Besonderheit des Wahlrechts aufmerksam

Dazu Felix Kolb, Geschäftsführender Vorstand bei Campact “Wir machen mit unserer Kampagne auf eine Besonderheit des Wahlrechts aufmerksam, die vielen nicht bewusst ist. Die Erststimme bestimmt, wer für seinen oder ihren Wahlkreis in den Bundestag einzieht. Wir setzen hier also an einem neuralgischen Punkt der direkten Bürgerbeteiligung an.” Dabei bleibt Campact parteipolitisch unabhängig und ruft bewusst nicht zur Wahl einer bestimmten Partei mit der Zweitstimme auf. Stattdessen spricht sich die Organisation für die Wahl von Personen mit der Erststimme auf, die für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit einstehen.

In Umfragen stießen Kampagnen auf großen Zuspruch

In jedem der sechs Wahlkreise hat sich das Kampagnen-Netzwerk Campact zuvor durch eine Umfrage unter seinen Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort die Zustimmung für die jeweilige Erststimmen-Kampagne eingeholt. In den Umfragen stießen die Kampagnen dabei stets auf großen Zuspruch, jeweils über 80 Prozent der Teilnehmenden sprach sich für ein Engagement von Campact aus. Geplant sind unter anderem Social-Media-Aktivitäten sowie Veranstaltungen und Aktionen vor Ort.

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