14.000 Menschen fordern Stopp des A100-Ausbaus

Berlin/Verden, 8. April 2022. Die Kampagnenorganisation Campact schaltet sich in die Debatte um den Weiterbau der Berliner Stadtautobahn ein. In einem Appell fordert sie Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf, den Ausbau der A100 zu stoppen. Stattdessen solle dieser sich dafür einsetzen, Infrastruktur konsequent klima- und zukunftsfest zu planen und massiv in den öffentlichen Personennahverkehr sowie in Rad- und Fußwege zu investieren, heißt es in dem Appell “Betonwüste verhindern – A100 stoppen”.

Mit Blick auf weitere geplante Autobahnprojekte fordert Campact ein sofortiges Bau-Moratorium – und bezieht sich dabei auf die im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien festgeschriebene Vereinbarung, alle großen Infrastrukturmaßnahmen gemeinsam überprüfen zu wollen. Mehr als 14.000 Menschen haben den Campact-Appell in den ersten 24 Stunden bereits unterschrieben. 

Dazu erklärt Jassin Braun, Campact-Campaigner„Verkehrsminister Wissing darf mit seinem Alleingang nicht durchkommen. Unsäglich ist auch, dass der Bundesverkehrsminister die Autobahn gegen den Willen der Stadt Berlin und ihrer Bürger*innen durchsetzen will. Wir sind mitten in der Ölkrise – wer jetzt Steuergeld in Autobahnbauten steckt, betreibt eine zukunftsvergessene Verkehrspolitik. Zudem führt jede neue Straße zu noch mehr Autoverkehr und verschlimmert die Klimakrise. Wir fordern die gesamte Ampel-Regierung und insbesondere die Grünen auf, Wissing zu stoppen. Die Regierung darf nicht zusehen, wie ihr Verkehrsminister die Absprachen im Koalitionsvertrag umgeht und mit seiner Beton-Politik die Klimaziele im Verkehr aufs Spiel setzt.“

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