Olaf Scholz muss jetzt das 49-Euro-Ticket retten

Ein Wissing-Schauspieler zerreißt das Deutschlandticket vor Demonstrierenden in einem Papp-Bus.
Campact, Greenpeace und der ökologische Verkehrsclub VCD demonstrieren für die sichere Finanzierung des 49-Euro-Tickets.

Berlin, 06. November 2023.  Mehr als 450.000 Menschen haben den Appell von Campact und VCD unterschrieben und fordern damit, das 49-Euro-Ticket zu retten. Mit einer Protestaktion richten sich VCD, Campact und Greenpeace jetzt an Bundeskanzler Scholz. Bei der Aktion schiebt ein übergroßer Scholz Bundesverkehrsminister Wissing weg, der einen Papp-Bus mit der Aufschrift „49-Euro-Ticket verlängern!” blockiert. Weil sich Wissing weigert, die Hälfte der möglichen Mehrkosten für das Ticket ab 2024 weiterhin zu übernehmen, braucht es jetzt ein Machtwort des Kanzlers. Andernfalls droht das Aus des 49-Euro-Tickets. Dabei ist dieses Ticket eine der wenigen erfolgreichen Maßnahmen im Verkehrssektor für eine klimafreundliche und soziale Mobilität.

Dominik Fette, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: „Statt das 49-Euro-Ticket zu gefährden, muss es jetzt um die Weiterentwicklung gehen: Bezahlbar für alle wird es erst durch ein Jugend- und Sozialticket für maximal 29 Euro. Und nutzbar für alle nur durch den massiven Ausbau von Bahnen und Bussen, insbesondere auf dem Land. Nur so schaffen wir eine ökologische und soziale Verkehrswende.“

Laura Boeger, Campaignerin bei Campact: „Wissing fährt gerade willentlich das 49-Euro-Ticket gegen die Wand – nachdem er sich vor Kurzem noch als dessen Erfinder feiern ließ. Das Ticket ist eine der wenigen effektiven Maßnahmen für eine Mobilitätswende. Aber statt sich weiter an den zusätzlichen Kosten zu beteiligen, will Wissing lieber Milliarden für den Ausbau von Autobahnen springen lassen. Kanzler Scholz muss hier einschreiten und die Zukunft des 49-Euro-Tickets sichern.“

Clara Thompson, Verkehrsexpertin bei Greenpeace: „Kanzler Scholz muss jetzt sicherstellen, dass die Finanzierung des Deutschlandtickets und der Ausbau von Bus und Bahn beschleunigt wird. Stattdessen ist derzeit im Deutschlandpakt vorgesehen, Autobahnen wie die A100 beschleunigt auszubauen und die Zerstörung von Natur und soziokulturellen Räumen zu erleichtern. Damit die viel zu hohen CO2-Emissionen im Verkehr endlich sinken, brauchen wir einen Pakt mit der Natur, nicht mit klimaschädlicher Infrastruktur.”

VCD, Greenpeace und Campact fordern den Kanzler und die Regierungschef*innen der Länder auf, die nahtlose Weiterführung des 49-Euro-Tickets im Januar 2024 zu sichern. Ansonsten haben die elf Millionen Menschen das Nachsehen, die das 49-Euro-Ticket bisher nutzen.

In dem Appell fordern 450.000 Menschen, den Preis von 49 Euro nicht zu erhöhen, das Angebot von Bussen und Bahnen auszubauen, und ein bundesweites Jugend- und Sozialticket für maximal 29 Euro pro Monat einzuführen. 

TEILEN

Auch interessant

Pressemitteilung Größte Online-Petition aller Zeiten an Britta Haßelmann übergeben Pressemitteilung Über 120.000 wehren sich gegen Insidertipps für Steuerbetrüger Pressemitteilung Nationalpark Ostsee retten Pressemitteilung AUF1 Verbot: wichtiges Signal gegen rechte Hetze Pressemitteilung Nach Protesten gegen Wasserraub für Erdbeeranbau: Spanien stoppt Gesetz zu illegalen Brunnen in Doñana-Nationalpark Pressemitteilung 49-Euro-Ticket: Mit möglicher Preiserhöhung droht der Todesstoß Pressemitteilung Nur Ja heißt Ja. Rund 145.000 Menschen fordern konsequentes Vorgehen gegen Vergewaltigung Pressemitteilung Protest vor der Verkehrsministerkonferenz  Pressemitteilung Israelischer Hilferuf an Scholz: “Wir fühlen uns hilflos, unsere Herzen sind gebrochen” Pressemitteilung Offener Brief an Söder: Politisch motivierte Ermittlungen gegen die Klimabewegung einstellen
Campact ist eine Bürgerbewegung, mit der über 3 Millionen Menschen für progressive Politik streiten. Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, wenden wir uns mit Online-Appellen direkt an die Verantwortlichen in Parlamenten, Regierungen und Konzernen. Wir schmieden Bündnisse, debattieren mit Politiker*innen und tragen unseren Protest auf die Straße: mit großen Demonstrationen und lokalen Aktionen. So treiben unsere Kampagnen sozialen, ökologischen und demokratischen Fortschritt voran - für eine Welt, in der alle Menschen in Frieden leben und ihre Freiheit gleichermaßen verwirklichen können. NewsletterHilfe und FAQKontaktDatenschutzImpressumCookie Einstellungen