Anti-Rechts-Demos: Rund eine halbe Million auf den Straßen

Nahaufnahme auf ein Pappschild mit bunten Wörtern: "Ich liebe so, dass die AfD was dagegen hat"
Foto: Campact/MICHAELA HANDREK-REHLE

Verden/Berlin, 20. Januar 2024. Am Freitag und Samstag demonstrierten bereits rund eine halbe Million Menschen deutschlandweit unter dem Motto “#ZusammenGegenRechts” gegen die AfD und andere rechtsextreme Bewegungen. Am heutigen Samstag nahmen über 260.000 Menschen (Stand: 16:30 Uhr) teil. In Braunschweig kamen 20.000 Menschen zusammen, in Erfurt waren es 12.000 und in Frankfurt am Main sogar mehr als 35.000 Demonstrierende. Gestern protestierten bereits 200.000 Menschen, so etwa circa 160.000 in Hamburg, über 10.000 in Münster und 4.000 in Jena. 

Für morgen, Sonntag, den 21. Januar, sind über 30 weitere Demonstrationen unter anderem in Berlin, München, Karlsruhe und Pirna in Sachsen – wo zuletzt ein AfDler zum Oberbürgermeister gewählt wurde – angekündigt. Die Demos werden von lokalen Bündnissen in Eigenregie auf die Beine gestellt. Auslöser der flächendeckenden Protestbewegung sind die Enthüllungen über AfD-Pläne zur Deportation von Millionen von Menschen. 

Die Hunderttausenden Menschen auf den Straßen machten deutlich, dass es hierzulande keinen Platz für Rassismus, Faschismus und Umsturz-Fantasien geben darf. Sie stellten sich klar gegen menschenverachtende Ideologien.

“Tausende Menschen aus der Gesellschaft verteidigen die Demokratie: Jetzt muss auch die Bundesregierung endlich entschieden und mit den notwendigen demokratischen Mitteln gegen Verfassungsfeinde vorgehen. Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie. Die Bundesregierung muss starke Förderprogramme für eine mutige Gesellschaft auflegen. Rechtsextremen Strukturen und der AfD hingegen muss der Nährboden entzogen werden”, heißt es im Online-Aufruf zum Demonstrations-Wochenende.

Hier die in die Gesamtzahlen eingeflossenen Teilnehmer*innenzahlen des Wochenendes:
Freitag
Bielefeld, 4.000
Bochum, 13.000
Dahlenburg, 500
Detmold, 300
Erlangen, 4.000
Nettetal, 1.000
Gummersbach, 500
Iserlohn, 400
Jülich, 1.000
Hamburg, etwa 160.000
Jena, 8.000
Kiel, 4.000
Lüdenscheid, 600
Minden Westfalen, 4.000
Münster, 20.000
Rosenheim, 1.000
Stralsund, 1.500

Samstag
Braunschweig, 20.000
Bottrop, 2.500
Buxtehude, 2.500
Dortmund, 10.000
Erfurt, 12.000
Frankfurt (Main), 35.000
Freiburg, 5.000
Gießen, 1.500
Gladbeck, 800
Halle (Saale), 10.000
Hannover, 35.000
Karlsruhe, 25.000
Kassel, 12.000
Kevelaer, 1.000
Koblenz, 5.000
Limburg an der Lahn, 3.000
Lippstadt, 3.000
Magdeburg, 1.000
Nürnberg, 20.000
Offenburg, 5.000
Oldenburg, 5.000
Recklinghausen, 12.000
Stuttgart, 20.000
Überlingen, 1.500
Wildeshausen, 600
Wuppertal, 7.000
Würzburg, 3.000

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