Die schwarz-rote Bundesregierung hat im Koalitionsausschuss beschlossen, die Luftverkehrssteuer ab dem 1. Juli 2026 zu senken. Dagegen wendet sich der Appell “Kein Zurück beim Klima: Flugsteuer muss bleiben” der Kampagnen-Organisation Campact. Rund 277.000 Menschen fordern von Lars Klingbeil (Bundesfinanzminister, SPD), Matthias Miersch (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Carsten Schneider (Bundesumweltminister, SPD) die Luftverkehrssteuer zu erhalten und stattdessen in die Bahn zu investieren.

Matthias Flieder, Klima-Campaigner bei Campact, kritisiert: „Während Millionen Bahnreisende unter Verspätungen, Zugausfällen und maroder Infrastruktur leiden, beschenkt die Bundesregierung die Luftfahrtbranche mit Steuervorteilen. Deshalb plant nun auch Lufthansa, auf weitere Streckenstreichungen zu verzichten. Wer falsche Anreize zum Fliegen setzt und gleichzeitig Bahntickets verteuert, handelt gegen jede klimapolitische Vernunft. Daher fordern wir von der SPD-Spitze: Wer die Klimaziele ernst nimmt, darf die Luftverkehrssteuer nicht antasten.“

Die Koalition aus Union und SPD will die Steuererhöhung von rund 20 Prozent aus dem vergangenen Jahr wieder streichen. Merz sprach von ungefähr 350 Millionen Euro, die der Luftverkehrsindustrie in Deutschland zugutekämen. Noch lässt sich das Vorhaben aufhalten. Dafür müssten das Bundeskabinett und der Bundestag den Beschluss ablehnen.

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