März 2026. Mehr als 100.000 Menschen, darunter Marc-Uwe Kling, David Mayonga und Karoline Herfurth, fordern auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, die Wiedereinführung der Vermögensteuer sowie die gerechtere Gestaltung der Erbschaftssteuer. Die Steuereinnahmen sollen direkt in die Kommunen fließen – unter anderem in bessere Schulen und Kitas, Straßen ohne Schlaglöcher und funktionierende Krankenhäuser. Gestartet wurde die Petition unter dem Namen „Vergnügt“ (Vermögensteuer und Erbschaftssteuer Retten Gemeinden in Not Über Gerechte Talerabgabe) vom News-Format “Fun Facts”, ein Zusammenschluss von hunderten Menschen aus Comedy, Film, Musik, Journalismus und vielem mehr.
Dazu Karoline Herfurth, Schauspielerin: “Wir leben in einem reichen Land, aber viel zu wenige Menschen merken das. Wieso ist Geld da, für Golfplätze und Yachten, aber nicht für Kindergärten und Schulen? Gerechtigkeit heißt, dass die Kommunen nicht alleine gelassen werden dürfen, während Überreiche in Steuervorteilen baden. Am Reichtum dieses Landes haben alle mitgewirkt, also sollen auch alle etwas davon haben. Erheben wir eine faire Steuer auf Vermögen und Erbschaft und geben wir das Geld dorthin, wo es allen hilft: An die Kommunen. Das stärkt die Demokratie und verbessert unser aller Leben.“
Kommunen erhalten nur einen vergleichsweise kleinen Anteil der gesamten Steuereinnahmen, während ihre Ausgaben deutlich höher sind. Für die Finanzierung zentraler Einrichtungen vor Ort steht daher oft zu wenig Geld zur Verfügung. Einnahmen aus der Vermögen- und Erbschaftsteuer könnten hier Abhilfe schaffen. Dafür müssten die Vermögensteuer wieder erhoben, Schlupflöcher in der Erbschaftsteuer geschlossen und sichergestellt werden, dass die zusätzlichen Einnahmen den Kommunen zugutekommen.