Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, fordern 70.800 Menschen die Familienministerin Karin Prien dazu auf, die Bezugsdauer des Elterngelds nicht zu kürzen. In der WeAct-Petition fordert Bestseller-Autorin Nora Imlau einen höheren Mindestbetrag für Geringverdienende, einen höheren Höchstbetrag des Elterngelds, eine Ausweitung der Bezugsmonate, eine stärkere partnerschaftliche Aufteilung sowie verbesserte Bedingungen für selbstständige Eltern. Prominente Erstunterzeichnerinnen der Petition sind unter anderem Julia Knörnschild, Sissi Rasche und Anna Adamyan.
Bisher wird Elterngeld für bis zu 14 Monate gezahlt, wenn beide Eltern mindestens zwei Monate in eine berufliche Auszeit gehen. Nach dem Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien soll das Elterngeld auf zwölf Monate gekürzt werden, sofern beide Elternteile mindestens drei Monate Elternzeit nehmen. Eingeführt wurde das Elterngeld 2007, um Paare zum Nachwuchs zu ermutigen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Seither gibt es mindestens 300 Euro pro Monat. Der Höchstsatz liegt aktuell bei 1.800 Euro.
Petitionstarterin Nora Imlau, Journalistin und Autorin zu Familienthemen, dazu: “Was als feministischer Akt inszeniert wird, ist in Wirklichkeit eine Farce für viele Familien, die Elterngeld beziehen. Der Sozialstaat wird weiter ausgehöhlt, und das auf Kosten der Eltern und ihrer Kinder. Statt Familienleistungen zu kürzen, sollten wir endlich Reformen umsetzen, die Familien nachhaltig stärken.“
Link zur WeAct-Petition: https://weact.campact.de/petitions/keine-kurzungen-beim-elterngeld