5-Minuten-Info

Das Ticket ermöglicht Millionen Menschen eine bezahlbare und unkomplizierte Mobilität – überall in Deutschland. Es entlastet Pendler*innen, macht den Alltag vieler Familien leichter und sorgt dafür, dass die Öffentlichen für alle zugänglich bleiben. Gleichzeitig ist das Ticket ein echter Motor für den Klimaschutz: Es bringt mehr Menschen vom Auto in Bus und Bahn und spart jährlich zwischen 4,2 und 6,5 Millionen Tonnen CO2 ein.

Die Zukunft des beliebten Tickets war ungewiss: Lange war unklar, wie die Finanzierung gesichert werden kann. Es fehlten Hunderte Millionen Euro. Wachsende Betriebs- und Lohnkosten trieben den Finanzbedarf der Verkehrsbetriebe weiter nach oben. Die Bundesregierung versprach in ihrem Koalitionsvertrag einen stabilen Preis bis 2029, doch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und die Verkehrsminister*innen der Länder stritten erbittert, wer die Kosten in Zukunft tragen sollte. Nun ist klar: Ab Januar 2026 steigt der Preis von jetzt 58 auf 63 Euro.

Das Deutschlandticket wird immer teurer: Von 49 Euro bei seiner Einführung 2023 steigt der Preis bis Januar 2026 auf 63 Euro. Das ist ein Anstieg von über 28 Prozent. Für Menschen mit wenig Geld ist das fatal: Im Bürgergeld sind für Mobilität nur 50,49 Euro vorgesehen, seit 2024 ohne Anpassung. Schon jetzt reicht der Satz nicht mehr fürs Ticket. Es bleibt eine riesige Lücke, die soziale Teilhabe schwieriger macht. Steigt der Preis weiter, wären Millionen Menschen deutlich weniger mobil. Andere werden wieder ins Auto gedrängt. Das führt zu steigenden Emissionen, mehr Verkehr und einem herben Rückschlag für den Klimaschutz.

Damit Menschen mit wenig Geld weiter klimafreundlich mobil sein können und braucht es ein bundesweites Jugend-, Azubi- und Sozialticket für maximal 29 Euro. Gleichzeitig muss die Politik die neuen Spielräume des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz nutzen und den Nahverkehr ausbauen: mit mehr Linien, besserer Taktung, moderner Infrastruktur und Barrierefreiheit. Nur so können Bus und Bahn überall eine echte Alternative zum Auto werden – auch auf dem Land.

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Protest vor der Bayerischen Landesvertretung in Berlin

Am 27. Juni 2025 kamen die Verkehrsminister*innen der Länder in Berlin zusammen, um die Finanzierung des Deutschlandtickets ab 2026 zu klären. Erwartet wurden sie von rund 30 Campact-Aktiven – ausgestattet mit Schildern, Banner und einem übergroßen Deutschlandticket. Hier findest Du mehr Bilder der Aktion.

Mehrere Menschen protestieren vor dem der Bayerischen Landesvertretung in Berlin für die Zukunft des Deutschlandtickets.
Protest vor der Bayerischen Landesvertretung in Berlin für die Zukunft des Deutschlandtickets. Foto: Chris Grodotzki / Campact

Mehrere Verkehrsminister*innen sicherten Campact im Juni zu, dass sie sich für den Erhalt des Tickets starkmachen. So weit, so gut. Einigen konnten sie sich damals jedoch nicht. Über 375.000 Menschen haben den Appell von Campact, dem Verkehrsclub Deutschland und dem Paritätischen unterzeichnet. Jetzt ist klar: Ab Januar 2026 kostet das Ticket 63 Euro und wird damit noch teurer.

Meilensteine des Deutschlandtickets

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Aktuelles zum Thema Verkehr im Campact-Blog

Blog 12.02.2026 Matthias Flieder Wann kommt endlich ein Tempolimit? Angesichts der dringenden Notwendigkeit, im Verkehrssektor CO₂ einzusparen, ist ein Tempolimit auf Autobahnen eigentlich unvermeidlich. Es wird Zeit, dass sich die Union dieser Wahrheit stellt. Mehr im Blog lesen
Blog 16.01.2026 Matthias Flieder Mehr Tempo 30 hilft allen, wird aber ignoriert Weniger Unfälle, weniger Lärm, weniger Schadstoffe – Tempo 30 kommt der Gesundheit von Verkehrsteilnehmer*innen unmittelbar zugute. Die Fahrzeit erhöht sich dagegen kaum. Warum tut die Politik also nicht mehr, um Tempo 30 in Städten zu unterstützen? Mehr im Blog lesen
Blog 19.12.2025 Matthias Flieder Mit voller Kraft zurück: Verkehrspolitik 2025 – eine Bilanz Deutschlandticket, Flugsteuer, Verbrenner-Aus – viele verkehrspolitische Themen haben das Jahr 2025 geprägt. Sozial und klimafreundlich war vieles davon leider nicht. Mehr im Blog lesen