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Quelle: Erl / toonpool.com

Die Briefwahl ist eine valide und sichere Option, seine Stimme bei einer Wahl abzugeben, ohne am Wahlsonntag das Haus verlassen zu müssen. Das war schon immer so – und ist es auch im Jahr 2026.

An diesem Image will die AfD unbedingt rütteln, vor allem der Landesverband in Sachsen-Anhalt und ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund – und sät immer wieder Zweifel an der Briefwahl. Und diese verfangen auch bei den Anhänger*innen der Partei.

Wie funktioniert die Briefwahl?

Für die Briefwahl braucht man einen Wahlschein. Der wird bei der Gemeinde beantragt. Das geht persönlich, schriftlich – per Post, Fax oder E-Mail – und vielerorts auch online. Außerdem gibt es auf der Wahlbenachrichtigung auf der Rückseite einen Vordruck, den man ausgefüllt zurücksenden kann. Die Wahlunterlagen kommen dann per Post; das sind mehrere Zettel und farbige Umschläge. Die Wahl funktioniert dann so: 

  • Stimmzettel ausfüllen: Kreuze den Stimmzettel wie gewohnt an.
  • Stimmzettelumschlag verschließen: Lege den Stimmzettel in den dafür vorgesehenen Umschlag und klebe diesen zu.
  • Wahlschein unterschreiben: Der unterschriebene Wahlschein kommt zusammen mit dem verschlossenen Stimmzettelumschlag in den Rückumschlag.
  • Abschicken oder abgeben: Sende den Wahlbrief per Post ab oder gib ihn direkt bei der zuständigen Behörde ab.

Wahlberechtigte können aber auch persönlich ihre Briefwahlunterlagen im Wahlbüro ihrer Stadt, Gemeinde oder Kommune abholen, direkt vor Ort wählen oder die Unterlagen später dort wieder abgeben.

Campact empfiehlt vor der Wahl in Sachsen-Anhalt strategisches Wählen. Dazu haben wir ein Dossier mit Hintergrundinformationen zusammengestellt.

Warum will die AfD nicht, das Menschen per Briefwahl wählen?

Bereits seit Jahren fallen die Stimmen zwischen Brief- und Urnenwählern sehr unterschiedlich aus. Oft entfallen prozentual weniger Briefwahl-Stimmen auf die AfD. Das sei aber auch nur logisch, sagt zum Beispiel Wahlforscher Eric Linhart von der TU Chemnitz: „Die AfD ruft bereits seit Jahren dazu auf, dass ihre Wähler bitte nicht per Brief wählen sollen. Natürlich sieht man das dann auch in der Stimmenverteilung bei der Briefwahl.“

Der Hauptgrund scheint allerdings zu sein: Wenn die AfD schon vorher Zweifel an der Legitimität der Briefwahl säht, ist es hinterher einfacher zu behaupten, es habe Wahlbetrug gegeben, wenn ihnen das Ergebnis nicht passt. Dieses Phänomen konnte man bereits bei der letzten Europawahl beobachten. Dabei sind die Vorwürfe nicht haltbar. In den vergangenen Jahren hat es eine Handvoll Fälle der lokalen Briefwahlfälschung gegeben, ja – aber nie im großen Stil oder gar bundesweit. Fake-Videos und Desinformationskampagnen aus dem Ausland flankieren die Strategie der AfD.

Campact-Gastautorin Karolin Schwarz hat ausführlich darüber geschrieben, welche Fakes – neben der Manipulation der Briefwahl – noch immer vor Wahlen verbreitet werden:

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